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Modest Mouse – An Eraser And A Maze

Eilig hatten es Modest Mouse es ja nie. 1993 haben sie sich in Issaqua / Washington zusammengefunden. Zu Anfang haben sie viele Tapes aufgenommen und im Eigenvetrieb unters Volk gebracht. 1996 dann das erste echte Album „This Is A Long Drive For Someone With Nothing To Think About“. 2004 brachten sie „Good News For People Who Love Bad News“ heraus und darauf der Hit „Float On“, der damals den Nerv der Zeit getroffen hat.

Seitdem ist viel passiert und jede Menge Musiker waren ein Teil der Band, unter anderem The Smiths Legende Johnny Marr. Nach und nach war auch das Intervall der neuen Platten immer großer. So passt es das die neuste Langspielplatte „An Eraser And A Maze“ das erste nach fünf Jahren. Ein guter Grund kann sein, dass der Schlagzeuger Jeremiah Green verstorben ist und somit Sänger Isaac Brock nun das einzige Gründungsmitglied von Modest Mouse ist. Da muss man sich neu sortieren und ggf neu ausrichten, wobei die Indie Institution seit Jahren musikalisch standhaft geblieben sind. Das bedeutet aber nicht, dass sie sich vor Veränderung gesträubt haben, nur bleiben diese im Indie-Rock.

Das vorliegende Werk zehnten Album ist auch in diesem Stil aber es ist schon ein wenig mehr abgeklärt. Vielleicht ist ein Grund das Issac Brock jetzt mehr Einfluss ausüben kann. Viel ist ihm eingefallen und so finden sich neue Lieder auf „An Eraser And A Maze“. Dabei gibt es auch unterschiedliche Strukturen.

Der Opener „Picking Dragons Pockets“ ist ein Band-typischer Indie Song, der kompakt ist und erstaunlicherweise auch eine gewisse Leichtigkeit in sich trägt. „Remember Yourself“ ist ebenfalls luftig arrangiert und ist ein wunderbarer Sommer-Hit mit relax-Faktor. Bei „Life A Dream“ wird psychedelisches mit Lärm klug vermengt. „Speak ‚N Spell (Or Not)“ ist Sprechgesang und dennoch bleibt er haften. „Dogbed in Heaven“ ist ein verwunschener und schiefer Shanty und „Rotten Fruit“ ist ein dynamisches Füllhorn, bei dem auch ein Groove entdecken kann. „Songs About Nothing“ hat dann sogar elektronische Stilmittel.

Man muss feststellen das „An Eraser And A Maze“ doch recht vielseitig ist und trotz der Songs nicht überfrachtet wirkt.

Erschienen bei: Virgin

https://www.modestmouse.com/