das Musik-Quiz in der Kinobar!

Weil es uns allen im September letzten Jahres so viel Spaß bereitet hat, kehrt das „Sounds Familiar“-Musikquiz im März zurück in die Kinobar!

Es erwarten euch sowohl kurzweilige schriftliche Runden als auch Buzzerrunden, in denen es um Schnelligkeit geht. Könnt ihr obskure Coverversionen, die besten Musikvideos aus alten MTViva-Zeiten, Titelmelodien von TV-Serien oder sogar Saxophonsolos erkennen und zuordnen?

Es wird garantiert wieder lustig, spannend und natürlich musikalisch am 15. März in der Kinobar. Sei dabei und führe dein Team nicht nur zu Ruhm und Ehre, sondern auch zu tollen Preisen!
Veranstaltet wird von unserem ehemaligen Redaktionsmitglied Sascha!

Der Eintritt ist frei (es geht ein Hut rum).

In Parallel

Man kann schon sagen, dass Rue Royal eine sehr globale Unternehmung sind. Ruth und Brooklyn Dekker stammen aus den USA, sind aber aus Liebe zur Musik nach Großbritannien ausgewandert. Das Berliner Sinnbus-Label hat dieses Duo dann unter Vertrag genommen, und dort erschien ihr drittes und das neue, vierte Album „In Parallel“ (die beiden Vorgänger haben sie im Eigenvertrieb unter das Volk gebracht).

Es ist wieder eine sehr harmonische Langspielplatte geworden, was auch daran liegt, dass die beiden nicht nur zusammen musizieren, sondern auch das Klingelschild teilen, aufgrund von Hochzeit. Man muss aber schon gestehen, dass „In Paralell“ wesentlich mutiger produziert ist und auch die Songs nicht mehr klassisches Songwritertum bedienen.

Klar, es sind meist noch immer schüchterne Songs im ersten Augenblick, und auch das Intro kommt mit einer akustischen Gitarre daher. Doch schon beim zweiten Song „Thrown By The Wind“ ziehen dunkle Wolken auf und vermiesen der stromlosen Gitarre die Stimmung. Kurz darauf beginnt das Schlagzeug einen Takt vorzugeben, der sogar Groove freisetzt. Zwar sind diese tänzelnden Drums die Ausnahme, aber die Arrangements sind auf diesem Werk überraschend und durchaus vielseitig.

Es gibt verträumte Indie-Sounds genauso wie das bombastische Schlussstück „I Don´t Know What It Is“. Dieser beginnt zwar auch zurückhaltend, und Ruths Gesang ist wie gewohnt lieblich, dennoch bekommt der Song jede Menge Muskeln. Wieder einmal ist das Schlagzeug dafür verantwortlich, aber auch sonst wird bei diesem Song herrlich geklotzt, ohne dass es zu viel ist.

„In Paralell“ ist dass beste Album von Rue Royal, welches einen nach und nach in den Bann zieht mit seinem dezent dunklen verträumten Blick.

Erschienen bei: Sinnbus / Rough Trade

www.facebook.com/rueroyalemusic/

Switched On Volumes 1-3

Man sagt oft über irgendwelche Bands, dass sie vielseitig und ohne Angst vor Genregrenzen werkeln. Das trifft auf Stereolab wie auf kaum eine andere Gruppe zu. Gegründet 1990, hat die britisch-französische Band sich seitdem einen Ruf erarbeitet, bei dem sie immer ein Alleinstellungsmerkmal aufweisen kann.

Wer das noch nicht nachvollziehen kann, der muss einfach der vorliegenden Compilation folgen. „Switched On Volumes 1-3“ ist eine Übersicht der dreiteiligen Singles- und Raritäten-Reihe der Band. Die drei LPs “Switched On” (1992, LP, mit den ersten drei Singles der Band), “Refried Ectoplasm (Switched On Volume 2)” (1995) und “Aluminium Tunes (Switched On Volume 3)” (1998), sind hier zusammengefasst.

Diese Tatsache ist schon toll, dass man das alles wieder kompakt kaufen kann. Doch es ist auch die Erklärung, warum Stereolab seit ihrer Gründung allein auf weiter Flur sind. Man hört eine Gruppe, die auf alle Konventionen pfeift und dennoch so charmante Lieder schreiben kann, dass sie jeden um den Finger wickeln können. Nicht umsonst wird ihr Indie-Hit „French Disko“ immer wieder gecovert, unter anderem von Editors oder Beatsteaks.

Zudem ist der Gesang der Damen immer sehr kindlich und lieblich. Man muss dabei auch mal an Francois Hardy denken, zumal Stereolab auch gerne in englisch und französisch singen. Musikalisch sind sie breit aufgestellt, das bemerkt man bei dem Vier-CD-Set ungemein. Es ist Twee-Pop vorhanden, andererseits haben sie den Post-Rock weiter voran gebracht. Sie scheuen sich auch nicht, Samba-Noten in ihren Kosmos zu schicken und auch für das Easy-Listening-Revival in den Neunzigern zeichnet die Band mitverantwortlich, dennoch sind sie weit weg von Klischees.

Doch am markantesten ist, dass Stereolab dem Krautrock huldigten, lange bevor es viele andere taten. Bei diesen ganzen Stilen und Richtungen hätte damals auch alles schief gehen können, doch es ist stimmig, auch wenn die Songs manchmal ein bisschen ungenau ausgearbeitet sind. So haben sie auch noch dem Lo-Fi wichtigen Schwung gegeben.

Erschienen bei: Rough Trade

stereolab.ochre.store

A Primo

„Glaub an dich und geh deinen Weg. Setz dich durch – auch wenn du Leute hast, die dir das Gegenteil sagen. Niemand außer dir kann hören, was deine innere Stimme dir sagt, deswegen ist es so wichtig, dass du an dich glaubst.” ist ja oft eine Kernaussage von Künstlern, und auch Gogue gibt dieses als Message für seine Fans mit.

In seiner Musik hätte man aber auch gerne eigene Akzente gehört, denn im Grunde ist es doch recht massentaugliche Popmusik, auf seinen Internetseiten sogar als Indie feilgeboten. Doch dass es viele Menschen ansprechen kann, muss nun zwangsläufig auch nicht schlecht sein. Auffallend ist, dass seine Stimme sehr kraftvoll ist und dennoch mit jedem Ton Emotionen transportieren kann. Auch die Tatsache, dass hier Songs in englisch und französisch gesungen werden, ist ein wenig ungewöhnlich.

Der Grund ist, dass der junge Mann mit den Locken in Lac de la Gruyère in der Nähe von Bern und somit mehrsprachig aufgewachsen ist. Das macht „A Primo“ dann doch ein wenig außergewöhnlich. Hört man einen Song wie „Ma Chambre“, bekommt man französisches Flair frei Haus, die Melodie ist ein wenig verspielt und kokettiert angenehm mit Klischees.

Die hier präsentierten Melodien sind nicht immer die, die einem sofort im Kopf stecken bleiben, dafür aber phantasiereich bestückt, und die Arrangements stellen sich auch einigermaßen breit auf. Es gibt mal ein melancholisches Piano mit viel Pathos im Song, aber auch Pop-Songs wie „Angelina“, welches sogar einen Mitsing-Refrain aufweist. Meist aber hört man saftige Pop-Song, die meist gute Laune als Antrieb haben.

Erschienen bei: Record Jet / Soulfood

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