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Fluppe – Beest

„Beest“ ist das dritte Album von fluppe. Zusammen gefunden haben sich die Musiker seinerzeit in der Hamburger Bar „Mutter“. Dort haben kleine Bands die Möglichkeit Auftritte zu bestreiten. Sehr wichtig, zumal die ehemalige Musikstadt Hamburg die Auftrittsmöglichkeiten weg sterben. Fluppe hat sich in dieser Kneipe gegründet und der Sänger Oskar hat am Tresen gearbeitet.

Man möchte schon die Wiedergeburt der Hamburger Schule ausrufen! Doch nicht so vorschnell, denn die Musik von Fluppe ist doch mehr dem Post-Punk und New Wave orientiert. Diese Genres stammen dann doch meist aus dem Vereinten Königreich oder aus Amerika. Wobei sich auch hierzulande einige Bands dieses Genre wieder kultivieren und auch mit der Muttersprache hantieren.

Fluppe schaffen es auf „Beest“ besonders gut, diese Musik mit klugen aber unverkopften Texten zu verbinden. Dennoch sind die Texte geradlinig und direkt. Musikalisch bewegt sich die Musik in den besagten Genres, aber haben kleine Kniffe zu bieten. Beispielsweise ist der Hall, an der Stelle wo er am besten passt. Der Bass bekommt viele Aufmerksam zuteil und die Arrangements sind vielschichtig.

Dafür hat der Produzent Tobias Sibert viel herausgeholt und auch ist es ihm gelungen dass viele der Songs zwar bedrohlich düster sind und dennoch etwas Warmes, lebensbejahendes in sich haben, wie „Kreuzberg“. Ungewohnt ist auch das Fluppe auf dieser Langspielplatte eine Komplettreihe an Hits abgeliefert haben.

Auf „Beest“ ist kein einziger Schwachpunktdingfest dingfest zu machen, alles kleine Ohrwürmer die auch als Ganzes funktionieren. Gelungen!

Erschienen bei: Rookie / Indigo

https://fluppeband.de/