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Naked Lunch – Lights and a Slight Taste Of Death

Das letzte Album „All Is Fever“ von Naked Lunch erschien 2013 und so lange hat sich die Band aus Klagenfurt sich noch nie zurückgezogen. Das ist eine lange Zeit und in dieser Zeit kann sich viel verändern und man kann auch reifen. In der Tat klingt das neuste Werk namens „Lights and a Slight Taste Of Death“ durchaus reifer aber auch im Ganzen gesetzter.

Zudem sind die Songs auch spürbar melancholischer geworden und haben mehr Dark-Noir Klang als die Platten zuvor. Das muss man erstmal schaffen, denn die sechs Platten zuvor waren noch nie Frohnaturen und hatten schon immer eine gewisse Traurigkeit in sich. Doch die Songs sind anders arrangiert, denn bei ihren vorherigen Platten haben sie gerne auch mal mit elektronischen Elementen ein wenig hantiert und sie auch manchmal ein wenig elegisch klangen.

Wobei es natürlich auch Ausnahmen gibt, wie dass leicht elektronisch-frickelige wie „Blackbirds“ oder „Go Away“ dass mit Störgeräusche ausgestattet ist. „We Could Be Beautiful“ ist hinreißend, kraftvoll und kommt doch eher langsam auf einen zu und doch ist es schöner Wall Of Noise mit folkigen Einschlag. „Bring On The Lights“ ist ein herrlicher Herbst-Song mit Kammerpop, Piano, Bläsern und sehnsüchtigen Gesang und jede Menge Schwermut und dunkler Glanz.

Manchmal ergreifen auch zarte Melodien wie „Love Don´t Love Him Anymore“ braucht neben dem Gesang nur ein Klavier um einen ergriffen zu machen. Das Schlusslied „Going Underground“  hat dann auch ein Piano-Antrieb und hat viel Emotionen in sich und wächst Stück für Stück. Das sind dann auch die Augenblicke wo man merkt das Naked Lunch in der Zeit der Abstinenz an Reife gewonnen haben.

Mit „Lights and a Slight Taste Of Death“ ist es Naked Lunch weiterhin gelungen eine makellose Diskographie abzuliefern.

Erschienen bei: Tapete Records / Indigo

https://www.nakedlunch.de/