Digitalism – Optimism
Als Digitalism 2004 sich gründete ging alles sehr schnell. Ihre Stücke wie „Idealistic“ oder „Zdarlight“ fanden schnell internationalen Zuspruch. Das Hamburger Duo traf den Zeitgeist und durften auf den damaligen gehypten Laben Kitsune veröffentlichen und mit „Pogo“ haben sie dann auch ein amtlichen Hit gehabt.
Mittlerweile ist mit „Optimism“ das fünfte Album draußen. Beim Opener „Space Invaders“ fragen Digitalism, „Searching for a better place?“. Eine berechtigte Fragen, wenn man den Zustand der Welt betrachtet. So betrachtet gibt es viele schöne Plätze auf der Welt. Jens Moelle und İsmail Tüfekçi aber wissen heimlich die Antwort (auch wenn sie es bei dem besagten Lied nicht aussprechen), aber es ist der Club.
Dort ist der Ort, wo man die ganzen Sorgen und Weltschmerz vergessen kann. „Optimism“ ist auch eine Rückkehr zu ihren Anfangstagen und so findet man Electro-Punk mit French House-Elemente und auch gibt es poppige Melodien wie bei „City Of Love“. Man muss aber auch gestehen dass dieses neue Werk nicht so schnell zündet wie ihr Debüt „Idealism“. Mag aber auch daran liegen, das die Hamburger Musiker zuvor schon viele Appetits-Anreger voraus geschickt haben und somit das Interesse ordentlich befeuert haben.
Aber dennoch kann man viele Lieder finden, die es damals auch gut geklappt hätten. Der Grund ist unter anderem dass viele Lieder wie „Planet Rhythm“ Big Beats aufweisen und auch rockend daher kommen. Und auch dass der Gesang so eingesetzt wird, dass es den Songs noch mehr Drive und Gewicht bekommt. Ähnlich wie damals bei „Pogo“ . Aber auch dass sie French House huldigen, wie „Golden“ oder beim großspurigen „Starbust“.
„Optimism“ braucht ein wenig Zeit um Wachsen zu können und auch Lautstärke um auf den Tanzflur seine Kraft zu entfalten. Sobald das geschehen ist, passt „Optimism“ ganz wunderbar in die tolle Diskographie von Digitalism.
Erschienen bei: Magnetism Records
