Anna Wydra – Lonely Motherfucker
Vier Jahre ist es her das Anna Wydra mit dem Album „The Absudity Of Being“ um die Ecke kam. Ein Album welches einen gewissen DIY-Charme hatte und man als Referenz Courtney Barnett heraushören konnte. „Lonely Motherfucker“ ist der Nachfolger und wie gesagt vier Jahre hat es gedauert.
Eine lange Zeit, die die Hamburgerin genutzt hat um ihren Sound zu verfeinern und auch um reifer zu klingen. Reif verbindet man meist mit einer gewissen Steifheit, dieses trifft dann aber nicht auf die neue Musik von Anna Wydra zu. Die Songs sind gerne unterschiedlich und auch die Arrangements.
Wobei die Palette von herbstlich, melancholisch und dennoch dicht arrangiert (Special One“ gemeinsam mit Max Freigeist) über verspielt und mitreißend („High 5“) reicht. Letzter ist sogar ein richtig guter Laune Song, der ein perfekter Begleiter für den Sommer ist. Der Opener und zudem Titelstück bietet dann wieder Vergleiche zu Courtney Barnett Raum und ist dabei gewohnt charmant mit dem Spoken Word-Elementen.
„My Adderall“ haut in eine ähnliche Kerbe und ist rockig aber auch ein heimlicher Hit. „Sick Surrounding“ ist eine schwermütige Nummer, mit Moll-Piano und dezente elektronische Klänge und ist insgesamt schön gestaltet. Bei dem Piano-Stück „All The Time In The World“ dürfte auch Tori Amos neidisch werden. Das Schlußlied „An Act Of Romance“ bekommt viel Raum und ist dadurch vielleicht eines der besten Stücke auf dem gelungenen Album namens „Lonely Motherfucker“.
Erschienen bei: La Pochettte Surprise Records
