Mick Flannery – The House Must Win
Es ist schon über 20 Jahre her dass Mick Flannery sein Debüt „Evening Train“ herausgebracht hat. Seitdem ist der irische Musiker recht umtriebig geblieben. „The House Must Win“ ist schon das elfte Album und vieles hat er beim Major-Labels herausgebracht. In seiner Heimat kann Mick Flannery auf einigen Nummer Eins-Platzierungen zurückblicken. Dennoch musste ich gestehen dass mir dieser Musiker irgendwie vorbei gegangen ist.
Das verwundert mich, denn ich bin durchaus empfänglich für Singer / Songwritertum. Wobei seine Musik noch mehr zu bieten hat, Folk, Americana, Rock und Blues. Bei „The House Must Win“ findet man diese Genres auch, wobei der Blues und Rock, hier zurück gefahren wurde und dafür die Arrangements auch gerne sich der Kammermusik wie beispielsweise bei „Rising Tide“ bedienen.
Der Opener „Creek in the Door“ bietet noch eine neue Facette, es ist sehr theatralisch aufgebaut, die fast schon Varieté erinnern. Oft ist die Musik und auch manchmal der Gesang gebrochen, wie etwa bei „When I´ve Got A Dollar“ oder „Talk To Me“ und manchmal ist es Blues mit Spoken Word „Gracie´s Walz“. Der Bluegrasss-Blues kann auch mal polternd daher kommen wie bei „The Tender“. Kraftvoll Arrangements findet man auch bei “Daddy“.
Besonders an „The House Must Win“ dass es mit 22 Songs wirklich üppig ist und es sicherlich ein bisschen zu großzügig bestückt ist und dennoch wirkt es nicht langatmig. Das ist dann schon ein großes Kunststück. Ein Grund ist dass es sehr breit aufgestellt ist und dennoch immer eine gesunde Stimmigkeit aufweist.
Zudem ist Mick Flannery mit „The House Must Win“ eine tolle Herbstplatte gelungen, die am 23 Oktober auch als Deluxe-Version erscheinen wird.
Erschienen bei: One Riot Records / Virgin
