Görl – Dark Silver Moon Light
Im ersten Moment würde man vermuten das „Dark Silver Moon Light“ ein weiteres Solo-Album von Robert Görl ist. Dieser ist bekannt geworden mit Gabi Delgado-Lopez als Deutsch-Amerikanischen Freundschaft kurz DAF. Diese Band war stilbildenden und sicherlich einer der einflussreichsten deutschen Bands aller Zeiten.
Sie beeinflussten Techno, EBM, Industrial und House-Musik und es war immer eine sehr körperlich und meist auch hart wirkende Musik. Ihr drittes Album „Alles ist gut“ aus dem Jahre 1981 zählt zu den wichtigsten Alben aus unserem Lande. 2020 verstarb Gabi Delgado-Lopez und „Dark Silver Moon Light“ ist die erste Veröffentlichung von Robert Görl nach dem Tod.
Doch Görl betreibt „Görl“ nicht alleine. Mit Sylvie Marks hat er sich zusammen getan und diese ist auch eine wichtige Figur der elektronischen Musik und der Clubkultur. Sie arbeitete auch am Letzten und posthume erschienen Album „Nur noch einer“ mit und von daher war es naheliegende das sie weiterhin gemeinsame Sache machen.
„Dark Silver Moon Light“ ist so betrachtet eine Reminiszenz an das wichtige Schaffen von DAF. Es ist wieder kalter und durchtrainierter Elektro Sound der Techno liebt und dabei eine Punk-Attitüde hat. Zudem bleibt es treibende und körperliche Musik, die nicht aus der Mode kommen zu schein. Der Gesang ist hier ausschließlich von Robert Görl zu hören, der ist versöhnlicher als von Delgado-Loez und dennoch ist es auch vital. Bei Songs wie „Don´t Say At Home“ ist er ein wenig theretralisch, aber dennoch sind auch diese Augenblicke passend.
Textlich geht es meist um Beziehungen, Körperlichkeit und auch Verlangen. Aber auch dass die Welt im kleinen und menschlichen Miteinander immer in Bewegung ist, wird hier behandelt. Was einen auffällt ist dass die Musik von Görl auch heute noch eine Faszination ausübt und dass nach all den Jahren des Schaffen von Sylvie Marks und in besonderen von Robert Görl.
Erschienen bei: Grönland
