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Woods of Birnam – Solaris

Es gibt Bands die haben eine Vorliebe für Konzeptalben und Woods of Birnam gehören eindeutig dazu. Sie haben schon Platten namens „Searching for William“ herausgebracht und auch „Hamlet“ geben sie immer mal wieder zum Besten.

Das passt aber auch wunderbar, denn ihr Sänger ist Christian Friedel und ist Schauspieler und viele kennen aus „Babylon Berlin“ oder den Film „The Zone of Interest“. Der andere Teil der Band war zuvor bei Polarkreis 18 tätig und mit Keyboarder Onno Dreier ist die Band komplett.

„Solaris“ verfolgt auch ein Konzept, nämlich den gleichnamigen Science-Fiction Klassiker von Stanislaw Lem. Dieses ist ursprünglich 1961 erschienen und war damals utopisch und ist es auch noch heute. Woods Of Birnam haben es nun ein musikalisches Denkmal gesetzt und auch das klingt zeitlos. So ein Thema ruft nach Bombast und ebenso Epos und dass ist etwas was diese Band schon immer geliebt haben.

Dabei entwickelt sich einer ihrer Stärken, und zwar dass es nicht überladen klingt und auch nicht kitschig wird. Obwohl es ein Konzept verfolgt und auch ein nicht unerheblicher Teil der Stücke instrumental ist, klingt es zusammen dann auch wie ein Album und nicht wie ein loses Track-Kollektion. Selbst wenn es ordentlichen Technogewitter wie „Echoform“ passt alles zusammen. Auch solche epischen, schwelgerischen Großtaten wie „Mirror“ passen hinein.

Mit „100 Schlüssel“ gibt es auch ein deutschsprachiges Lied, welches elektronische Musik zugewandt ist, aber auch treibend, mitreißend und auch eine greifbare Melodie in sich trägt. Auch tanzen ist bei diesem Lied möglich. „Solaris“ ist ein Konzeptalbum, welches spannend ist und sich nicht in komischen Gedanken sich verwickelt, sondern klar wirkt und als Album funktioniert.


Erschienen bei: Royal Tree / Broken Silence


https://woodsofbirnam.com/