Buntspecht – Spring bevor Du fällst

Ich muss es zugeben, mit dem 2019er Album „Draußen im Kopf“ von der Band Buntspecht wurde ich nicht 100% warm, vielleicht war es auch pure Überforderung. Denn die Musik der Band, die schon mit dem österreichischen Musikpreis Amadeus ausgezeichnet wurde, ist schon ein echter Kessel Buntes.

Das ist bei dem neuem Langspieler „Spring bevor Du fällst“ nicht anders. Es ist so lebhaft wie ein gut besuchter Tag auf der Kirmes, und man kann sagen, dass es beim besagten Vorgänger auch so war. Doch diesmal kann ich der Musik folgen und werde auch mitgerissen. Warum das so ist? Ich habe das Gefühl, dass sich die Band diesmal so richtig öffnen kann, und auch die Arrangements und Songs sind größer ausgefallen. Man hat außerdem das Gefühl, dass noch mehr Euphorie sich breit macht, und das schlägt sich auch musikalisch nieder.

Es lebt überall und reißt einen wahrlich mit. Dazu dann noch die tolle Begabung, Momente zu beobachten und diese in den Texten zu schildern. Auch sind Buntspecht diesmal wortgewandter und haben Witz in ihren Liedern. Vom Sound her ist bei den Österreicher Herren noch immer jede Menge Vielfalt geboten. Chansons der schrägen Art erlebt man genauso wie Vaudeville und Balkan-Sounds. Jede Menge Bläser und agile Geigen sind immer präsent, und musikalisch scheinen sie sich auf der halben Welt wohl zu fühlen.

Auf „Spring bevor Du fällst“ machen sie alles richtig, und man fragt sich, wie dieses ganze Tohuwabohu bei einem Auftritt einen umhaut.

Erschienen bei: Phat Penguin

https://buntspechtband.at/