Various Artists – Sowas von Egal 3 / German Synth Wave Underground 1981 – 1986
Das Hamburger DJ Kollektiv Damaged Goods hat sich über zehn Jahren eine Expertise angesammelt über Genres, wie Post-Punk, Minimal, New Wave und Synth-Klängen. Und wenn man sich intensiv mit Musik beschäftigt, dann gräbt man sich immer tiefer in dieses Wissen hinein und kennt dann Songs oder Platten von dessen Existenz man zuvor nie geahnt hat. So ist es bei Damaged Goods auch und so fanden sie immer Musik, die dicht an der Neuen Deutschen Welle waren, aber nicht die kommerzielle Variante.
2018 hatten sie dann soviel Lieder zusammengetragen dass es für eine Kompilation reicht. „Sowas von Egal“ trug der Name und mittlerweile haben sie schon die dritte Ausgabe herausgebracht. Gegenüber der ersten beiden Ausgaben sind die Namen noch mehr für Insider geeignet, zuvor kannte man Acts wie Mittagseisen, Conrad und Gregor Schnitzler, Matthias Schuster, Silberstreif oder Der Moderne Man.
Diesmal ist die Liste der Künstler noch mehr für die Kenner die sich schon einigen Jahren mit dieser Materie beschäftigt haben und vielleicht ist deswegen die dritte Ausgabe noch packender. Man kann sagen dass jedes Stück eine Rarität ist und sonst schwer zu finden ist. Kurios ist vieles, allen voran die hektische Akkordeon-Melodie „Traumtänzer“ von dem Hamburger Ti-Tho aus dem Jahr 1982 oder Trick 17 mit „City Nacht“ bei dem
Bei Die Egozentrischen Zwei ist der Name Programm, denn bei „Kunststoff“ wird dieses Produkt im Flüstergesang angepriesen. Ansonsten findet man Minimal-Sounds wie Guyers Connetcion“ mit „He Sabine“, niedlicher Synthie-Pop wie Starter mit „Night by Night“ oder tanzbarer Minimal-Electro Punk wie Die Shadocks mit „Disco Liebe“. Zudem gibt es Post-Punk wie „Menschen im Eis“ von der Vorgruppe, welches damals nur auf Single erhältlich war.
Nachher ist mir dann doch noch ein bekannter Name aufgefallen, der exzentrische Musiker Tommi Stumpff mit seinem Minimal-Genre Hit „Contagan Punk“ aus dem Jahr 1983. Erstaunlich ist das dritte Ausgabe von „Sowas von Egal“ noch aufregender ist als die beiden Vorgänger. Musik historisch betrachtet sind aber alle drei ungemein wichtig und setzten sich ab von vielen Zusammenstellung zu diesem Thema.
Erschienen bei: Tapete Records
