Harvey Rushmore & The Octopus – Mindsuckers
Zugegeben, das Album „Mindsuckers“ ist schon ein wenig draußen. Es ist am 13 März heraus gekommen und dass war ein Freitag. Ein Unglückstag! Aber auch das passende Datum für so eine sonderbar, stilistische Wundertüte, die Harvey Rushmore & The Octopus für uns bereitgestellt haben.
Vor über zehn Jahren haben sich Harvey Rushmore & The Octopus gegründet und „Mindsuckers“ ist das vierte der Band aus dem schweizerischen Bern. Wie die drei Vorgänger ist auch dieses Werk ein wilder Rausch, der klingt wie aus den sechziger Jahren oder frühen siebziger entsprungen. Dennoch ist die Musik nicht angestaubt und auch wenn man vermuten könnte das LSD im Spiel sein könnte. Doch die Musik ist nicht zu bekifft benebelt, denn die Band rockt doch richtig vital und in einigen Momenten auch recht geradeaus, wie bei „Bitterkraut“.
Harvey Rushmore & The Octopus machen irgendwie schon Rockmusik, wie „Hope“ zeigt. Doch es ist einer mit einer unheimlicher Dynamik und die ihre Wurzeln irgendwo zwischen Garage-Rock haben aber auch The Jesus & The Mary Chain sind nicht weit. Was die meisten Songs auch verbindet dass sie fiebrig, dunkel und treibend sind. Oft begegnet man einen klanglichen Dickicht, der es aber zulässt, bei Songs wie „Painting Colours“ auch Luft hinein lässt.
Die Musik überrascht einen immer wieder und auch nach vielen Durchläufen hat man immer etwas neues zu entdecken. Dazu eine herrliche Melange an unterschiedlichen Genres macht „Mindsuckers“ von Harvey Rushmore & The Octopus zu einen besonderen Unikat.
Erschienen bei: Taxi Gauche Records
