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Archive – Glass Minds

Archive haben sich Mitte der Neunziger Jahre gegründet und seitdem haben sie sich immer wieder gehäutet. Wenn man bedenkt dass sie bei ihrem Debüt „Londinium“ den Zeitgeist des Trip Hop verfolgt haben. Mit dem dritten Album „You All Look The Same To Me“ waren sie auf einmal auf Pink Floyd-Pfaden unterwegs und beispielsweise bei dem 2012er Werk „With Us Until You´re Dead“ haben sie Indie-Rock erschaffen.

Was aber immer dabei war, ist die Vorliebe für ein wenig Bombast, aber in klischeefreie Art und Weise. Auch diese Eigenschaft findet sich auf dem zwölften Studio-Album der britischen Band. Aber auch die Eigenschaft sich zu häuten, also sich anderer Musik anzunehmen. Was aber auch auffällt ist das „Glass Minds“ ein Album ist, was viele vereinbart was die Musik ausmacht.

Der Opener „Broken Bits“ ist frühe elektronische Musik gepaart mit Pink Floyd Sci-Fi-Universum. Viele der neuen Stücke, wie das Titelstück oder „Patterns“ haben minimalistische Züge und bekommen auch viel Zeit, letztes sogar fast neun Minuten. Man orientiert sich also gerne an Pink Floyd. „Look Att Us“ ist hinge gegen treibend und hat dennoch auch einen kosmischen Klang. Erstaunlich ist auch das Archive so poppig sind, wie noch nie zuvor und so sind „Wake Up Strange“ feiner Electro-Pop mit Synthie-Klänge. Das besagte Instrument ist auf „Glass Minds“ durchaus federführend, wobei diese Klangkisten prima geeignet sind um Science-Fiction Sound zu erzeugen.

Archive schaffen es einen noch immer zu überraschen und so gibt es auf „Heads Gonna Roll“ sogar Rapparts, die ungewohnt aber nicht ungelenk wirken. Und wieder einmal häuten sich Archive in ihrer dreißig jährigen Karriere und zudem wieder ein gutes Album dieser Band.

Erschienen bei: PIAS / Rough Trade

https://www.archiveofficial.uk/