Joshua Idehen – I Know You´re Hurting Everyone Is Hurting Everyone Is Trying You Have Got To Try
Zum einem erstmal muss man sagen dass das Debüt von Joshua Idehen eines der längsten Album-Titel hat, den ich seit langem gelesen habe. „I Know You´re Hurting Everyone Is Hurting Everyone Is Trying You Have Got To Try“ ist der Name und musikalisch ist es ein Werk, welches lebensbejahend klingt.
Doch der Londoner hat es nicht immer leicht in seinem Leben gehabt. Er hat eine Scheidung hinter sich und hatte versucht sich sein Leben zu nehmen und auch sonst hat das Schicksal öfter zugeschlagen. Vielleicht ist die Musik sein Ventil und diese wandelt sich dann in erfrischende und auch clevere Clubmusik um. Der britisch-schwedische Musiker vermengt hier Spoken-Word, Drum & Bass, Jazz, Soul und Housemusik.
Das Ergebnis ist klug und dennoch kann man dazu unbekümmert tanzen kann, aber es gibt auch tiefgründige melancholische Augenblicke, wie die Ballade „My Love“. Wobei die fröhlichen Momente überwiegen. Gleich der Opener „You Wanna Dance Or What?“ ist herrlich, da er ein toller Housetrack ist mit einem Sample von Tommy Lee McGee´s Song „Come On“ ausgestattet. Dieser passt dann wunderbar zu den gesprochen Gesang und zudem ist dieses Lied voller Euphorie.
Etwas schneller ist „Always Was“ was auch ein wenig nach Electro-Swing klingt und Joshua Idehen tatsächlich mehr rappt als singt. „This Is The Place“ hingegen hat dann auch Garage-Club-Sounds und dennoch ist dieser Track ziemlich eingängig. „Whatever Comes“ hat herrlich hektische Breakbeats eingebaut.
Obwohl Joshua Idehen kein neues Genre eingebunden hat, klingt es in dieser Mischung auf „I Know You´re Hurting Everyone Is Hurting Everyone Is Trying You Have Got To Try“ dennoch Zukunft-zugewandt.
Erschienen bei: Heavenly Records / PIAS
