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Joe Astray – Stories From The Upside Down

Der Name Joe Astray klingt nicht gerade hanseatisch aber der Musiker lebt in Hamburg. Hört man die Musik von ihm an, klingt sie bodenständig aber auch kompromisslos. Diese Fähigkeit hat Joe Astray durch seine Punk-Vergangenheit erlernt. So hat er „Stories From The Upside Down“ im Do-It Yourself-Verfahren aufgenommen und dennoch klingt es nicht nach rumpligen Home-Recording.

Es ist Songwritertum welches man hier erlebt. Keines wo dick aufgetragen wird, aber die dennoch ansprechend arrangiert ist. Dabei fällt auf das manchmal nur eine akustische Gitarren mit Schlagwerk braucht. Gelegentlich gesellt sich ein dezentes aber warmherziges Piano dazu und auch Synthies kommen vor. Nur ist es ein beiläufiges Hilfsmittel, welches kleine Akzente setzt und nicht bestimmend auftritt.

Es sind sehr intime aber liebenswerte, feine Melodien die man schnell schätzen lernt. Wie etwa „Black Fountain“, dieser hat eine gewisse Melancholie, die mit einer bescheidener Piano-Klängen daher kommt und ein paar Streicher, die die Traurigkeit unterstreichen. Dazu passt seine leicht brüchige Stimme und diese erinnert einen an die von Mark Oliver Everett von Eels. Ähnlich klingen dann auch die Lieder und ein gutes Beispiel für die gewisse Ähnlichkeit hört man bei „When The Jailbirds Sing“.

In einigen Songs ist Joe Astray auch Protestsänger und damit reiht er sich im Songwriterum ein und sicherlich ist Billy Bragg auch eines seiner Idole. Zwar ist er nicht so kämpferisch, aber seine Songs wie „White Linem“ bestechen mit einer herrlichen Einfachheit. Man kann sagen dass Joe Astray ist der Missing-Link zwischen Billy Bragg und Eels.

Erschienen bei: La Pouchette Surprise Records