Fatcat – Good.ZIP

Im ersten Moment habe ich bei Fatcat an etwas verhuschte und leicht avantgardistische Musik gedacht, doch es gibt auch ein Label mit dem Namen. Doch bei vorliegenden Fatcat handelt es sich um eine Band, die mit „Good.ZIP“ ihr zweites Album herausgebracht hat.

Auf dem neuesten Werk muss man ein wenig genauer auf das Cover schauen und kann schon bemerken, wohin die musikalische Reise geht. Denn das Lächeln, welches zu sehen ist, stammt von dem Godfather of Funk, James Brown. Klar, dass die deutsch-amerikanische Freundschaft alias Fatcat hier zwar nicht mithalten kann mit der Legende, doch das möchte die Band um den Frontmann Kenny Johner auch gar nicht erreichen, zumal ihre Musik dann doch ganz andere Nuancen hat.

Weniger Kraft und Energie, dafür aber sehr soulful Songs und Melodien. Der Groove ist her viel smarter, und im ersten Moment fallen die Qualitäten dann auch nicht sofort auf. Doch die 15 Songs haben viele Qualitäten, zudem sind die Melodien so eingängig, dass sie in einer gerechten Welt auch im Radio Gehör finden müssten. Man kann die Musik der Freiburger auch mit der von Roachford vergleichen, was auch an der gewissen ähnlichen Stimme von Kenny Johner liegt, aber auch die Arrangements passen und der Pop eben auch.

Dazu gibt es auch immer wieder schöne Ausflüge in die Disco wie bei „Disco Queen“, und selbst Balladen wie „Up The Hill“ kommen klischeefrei daher. Manchmal wünscht man sich vielleicht ein wenig mehr Feuer, wie es James Brown beherrschte, aber dann wickeln einen die galanten Songs, die nahezu alle mittelgroße Hits sind, um den Finger.

Erschienen bei: O.G. Records

wearefatcat.com