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Brógeal – Tuesday Paper Club

Vielleicht liegt es ja an mein Alter, dass ich von „Thuesday Night Club“ dem Debüt der Band Brógeal mitgerissen werde. Auch wenn die schottische Band aus jungen Musikern bestehen, haben sie schon die Musikgeschichte ein wenig bewusst oder unbewusst aufgesogen. Vielleicht ist das auch der Grund dass diese Platte begeistert und zudem charmanten Indie versprüht.

Es ist jede Menge Spielfreude vorhanden und kann aber auch tiefsinnig sein. Es erzählt von dem rauen Leben und der stolzen Gemeinschaft Schottlands und das Ganze mit Humor. Musikalisch wird man sofort mitgenommen. Der Opener und zudem Titelstück hat viel keltischen Folk in sich. Bei „Draw The Line“ hört man ein wenig die Erben von The Poques heraus nur mit dem Unterschied das ihr Sound nicht so kaputt klingt.

Doch Brógeal beschränken sie sich nicht nur auf Folk-Musik. Bei einigen Liedern wie „Vicar Street Days“ oder „Friday On My Mind“ sind alte Helden wie Elvis Costello oder The Jam als Referenzen zu erkennen. „Racing Track“ konnte auch ein Hit aus der lebhaften britischen Punk und Wave Szene der siebziger Jahre sein. „Stuck Inside“ ist dann New Wave in grober Richtung von XTC mit ebenso viel Cleverness. „Apples & Leaves“ ist ruhiger Folk mit akustischer Gitarre und Mundharmonika.

Ja, auf „Tuesday Paper Club“ erlebt man viele Momente der Vergangenheit und dennoch begeistern sie einen. Zudem zeigen Brógeal mit „Tuesday Paper Club“ das sie den Geist des besagten Genres erneuern. Was auch positiv auffällt die Bodenständigkeit in der Musik und im tollen Storytelling. Ein liebenswertes und packendes Erstlingswerk ist Brógeal mit „Tuesday Paper Club“ gelungen.

Erschienen bei: PIAS / Rough Trade


https://brogeal.com/