Die brennenden Wälder – Wenn alles längst gesagt ist werden wir immer noch da sein

Manchmal muss man etwas auflösen, um neu anzufangen, diese Aussage trifft auch auf die Band „Die Brennenden Wälder“ zu. Die hießen mal „Der Rest“ doch dann trennten sich die Wege von der Band und dem Schlagzeuger und übrig blieb der Rest. Diese suchten sich ein neuen Mann am Schlagzeuger und benannte sich in „Die Brennenden Wälder“ um.

2022 veröffentlichten sie ihr Debüt „Schwer“, welches noch in Eigenregie heraus gebracht wurde. Nun ist der Nachfolger „Wenn alles längst gesagt ist werden wir immer noch da sein“ da. Auch diesmal wollen die Hamburger Musiker kein Feingefühls-Preis gewinnen und auch textlich haben sie nicht zwingend die Posie gepachtet. Wollen und brauchen die Musiker um Phil Taraz auch nicht, denn es geht den Spass.

Deshalb ist „Wenn alles längst gesagt ist werden wir immer noch da sein“ auch ein wenig Kesselbuntes geworden indem sich laut Pressetext auch Punk-Veteranen EA80 sich hier wieder finden. Klar, es gibt hier auch straigtes Punk-Spiel zu hören, doch „Die Brennenden Wälder“ nehmen sich nicht so ernst und die Texte sind nicht so dringlich, wie von erwähnten Band.

Es geht hier aber auch um Spaß und Freunde und so geben sie auch mal Rammstein-Persiflage zum besten. Der Opener „Neue Fallen“ haben sie quitschbunte Keyboard-Parts eingebaut. Beim Titelstück haben sie ein Rock-Stück erschaffen, welches auch Prog einbaut und das Lied auf über elf-Minuten ausgewälzt wird. Dabei wandelt sich der Song auch immer wieder und bleibt sich am Ende doch treu. Im Soundkosmos gibt es auch Rock der auf Schunkel-Sound trifft aber auch erheiternder Post-Punk.

Am Ende ist der Sound kraftvoll und zumeist simpel aber wirkungsvoll und dazu auch noch eine gute Portion Humor ohne vollkommen albern daher zu kommen.

Erschienen bei: Brilljant Alternatives

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