Frum – For The Blue Sky

Musik von den Färöer-Inseln, das klingt exotisch, und in der Tat kennt man kaum einen Act aus dem 18teiligen Inselstaat. Ist aber auch kein Wunder, denn in dem Land, welches formell zu Dänemark gehört, leben knapp 50.000 Menschen. Von daher gibt es kaum musikalische Infrastruktur, und somit ist es bedeutend schwieriger als Musiker von den Farörern.

Davon hat sich Frum alias Jenný Jónsdóttir Kragesteen aber nicht abschrecken lassen und wurde belohnt. Sie trat auf dem magischen G! Festival auf und gewann in diesem kleinen Land den Musikpreis. Zudem tourte sie sogar schon durch China und trat in Dänemark beim Spot Festival auf. Bei uns war sie beim Hamburger Reeperbahn-Festival zu sehen.Nun wird ihr Debüt über das dänische Label Hfn auch hier bei uns veröffentlicht.

Dieses klingt ein bisschen so, wie man sich diesen kleinen nordischen Staat vorstellt. Ein wenig kühl und distanziert, dabei aber rein und klar, also wie man sich die Luft dort denkt.Aber auch etwas Leichtes und (Achtung Klischee) Feenhaftes. Soll bedeuten, dass die Musik filigran und zerbrechlich wirkt. Man könnte auch sagen, dass sie ein wenig wie eine weiche Antwort auf Florence Welch klingt.

Klar, hier gibt es keinen Indie-Pop, sondern meist schönen Dream-Pop. Nur kommt dieser nicht verschwommen und vernebelt daher, denn die Sicht ist oft klar, auch wenn man bei einem Song wie „Giving“ den klanglichen Tau hören kann. Doch auch feine dezente elektronische Klänge mit Vocoder-Gesang sind möglich, wie beim Titelstück. Viele Momente, wie z.B. „Awake“, sind dann auch verträumt, und bei „In The“ erlebt man auch süßliche Melancholie. Jenný Jónsdóttir Kragesteen alias Frum ist mit „For The Blue Sky“ eine sehr feingliedriges Songwriter-Platte gelungen, die genau das richtige für diese dunkle Jahreszeit ist.

Erschienen bei: Hfn Music

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