Blundetto – Good Good Things

Manchmal ist es ja so, dass wenn man einen Act oder Musiker das erste mal hört, einem dass Gehirn gerne Streiche spielt. So bei mir geschehen bei der Platte „Good Good Things“ von Blundetto. Da dachte ich, dass dieser Musiker, der mit bürgerlichen Namen Max Guiguet heißt, ein Newcomer sein muss.

Es klang alles so frisch, zudem räubert er sich auf diesem Langspieler einmal ungeniert durch den halben musikalischen Garten und trotzdem ist alles wunderbar abgeschmeckt. Es ist ein sehr entspannter Ausflug um den halben Globus. Der Reiseantritt macht der französische Produzent und Musiker mit „Menina Mulher Da Pele Preta“, das mit seinen leicht groovenden Gitarren, dem Schlagzeug und dem weichen Gesang so klingt wie der schönste portugiesische Hit, den man je im Leben gehört hat. Das Ganze dann noch im schönen Siebziger-Jahre-Anstrich.

Bei „Feel The Gold“ schwappt sanfter Dub mit lasziven Frauen-Gesang aus den Boxen. „Bingi“ ist ein instrumentales jazziges Stück, das in Flip Flops relaxt auf uns zu kommt. „Barcelona“ hat smoothen spanischen Sprechgesang und somit ist Blundetto auch genüsslich durch die Hip Hop Rabatten gewandelt. Bei „Canasta“ werden zwar nicht die Spielkarten herausgeholt, aber es wird ordentlich am Vocoder-Gerät gespielt, ehrlich gesagt ist das der einzige Schwachpunkt auf „Good Good Things“.

„Paseo“ hingegen ist ein ruhiges klangliches Panorama mit weich gezeichneten Trompeten. „Pais Azucar“ hat mehere Latin Schlagadern, die grooven, sich aber nicht überschlagen. „Tengo Fe“ erinnert einen an den alten Klassiker „Jingo“, nur dass dieser hier ein wenig legerer daherkommt. Der Schlusssong „Antiguas“ ist dann ein eleganter Abschluss, bei dem dezent der Jazz gespielt wird.

Mit „Good Good Things“ ist Blundetto eine sehr schöne Mixtur gelungen, die wunderbar zurückgelehnt daherkommt und dank dem Ohrwurm „Menina Mulher Da Pele Preta“ ist dieses Album ein Appetitanreger für die sechs Vorgänger.

Erschienen bei: Heavenly Sweetness

www.heavenly-sweetness.com/artists/blundetto