Iceage – For Love Of Grace & The Hereafter
Herzlichen Glückwunsch! Iceage ist dieses Jahr volljährig geworden. Dieses Alter ist oft ein Wendepunkt im Leben und man ist auf einmal für vieles Verantwortlich und muss auf eigenen Füßen stehen. Im Fall der dänische Band muss man feststellen dass sie zu diesem wichtigen Zeitpunkt ihr bisher bestes, der insgesamt sechs Alben veröffentlicht haben.
„For Love Of Grace & The Hereafter“ ist der Name und es ist zudem eines ihr zugänglichsten geworden. Dennoch ist diese Platte alles andere als leichtfertig oder glatt. Nur, sind die Melodien leichter zu entdecken und auch der Anteil an Noise in ihrem Post-Punk ist spürbarer geringer geworden. Man hat auch das Gefühl, dass die Stockholmer Gruppe auf „For Love Of Grace & The Hereafter“ auch mehr Spaß hatte.
Das macht sich vor allem bei Songs wie „Match Head Girl“ bemerkbar. Denn bei diesem hört man dann ein Kinder-Xylophon wild klimpern und beim Refrain hört man dann Döpdöpdepdep-Gesang. Bei „The Weak“ tauchen schiefe Flöten auf und versprüht ungewohnt viel Lebensfreude. Bei solchen Songs sind dann auch Vergleiche zu Alternative-Helden wie They Might Be Giants vorhanden.
Auffallend ist auch das Iceage diesmal auch Folk-Punk zulassen und so könnten Stücke wie „No Fear“ auch von Violent Femmes stammen. Aber auch der griffige Punk-Songs, wie der Opener „Ember“ oder „Lifetime“ sind diesmal so direkt wie noch nie und mit „Mother Of Pearl“ oder „Star“ sind so frisch dass man irgendwo zwischen Geese oder Fontaines D.C., einordnen kann.
„For Love Of Grace & The Hereafter“ ist erfrischend klar und dennoch sehr vielseitig. Und ganz nebenbei macht, dieses Album Spaß.
Erschienen bei: Mexican Summer
