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Sienna Spiro – Visitor

Wenn man 2005 geboren wurde, dann sind die Referenzen meistens in den Neunziger verordnet. 2005 ist auch das Geburtsjahr von Sienna Spiro und sie nennt als Einfluss ein paar Hip-Hop Acts der frühen 2000er Jahre aber vor allem auch Frank Sinatra und die Soul Sängerin Etta James.

Sehr ungewöhnlich und vielleicht klingt deswegen ihr Debüt „Visitor“ doch recht zeitlos. Es sind meist getragene Balladen, die man hier hört, bei dem sehr viele Emotionen zu hören sind. Ebenso gibt es jede Menge Glanz in den Liedern. Es ist White-Soul, bei dem man auch Namen wie die große Dusty Springfiel erwähnen kann, aber auch Acts aus den 2000er Jahren. Duffy ist der eine Name und der andere ist Adele.

Vor allem an letztere muss man denken und der Spiegel hat schon die Frage gestellt ob Sienna Spiro, Adele ablöst. Ganz so schnell wird es sicherlich nicht gehen, auch wenn „Visitors“ sich zum Verkaufsschlager entwickelt. Die Stimme von Sienna Spiro hat ein ähnlichen Klang und eben so eine fast gleichwertige Stimmgewalt. Zudem versteht sie es dass die zehn Songs auch gehaltvoll arrangiert sind und sich gute Musiker die Gitarre, Schlagzeuger, Piano, Bass oder Streicher dabei sind.

Doch im Vordergrund steht dennoch eindeutig ihre großartige Stimme. Meist sind die Lieder aber eher Balladen, die schon sehr schön sind. Schnelle Nummer sucht man hier vergebens, aber einige mittelschnelle Nummern wie „He´s Not My Baby, I´m This“. Dieser Song ist dann gelungener Retro-Soul und dann kann man auch die Referenzen heraushören. Ob eine Ablösung erfolgt, ist fraglich, da aber Adele nur sehr selten neue Musik liefert ist da Platz für Konkurrenz in Form von Sienna Spiro.

Erschienen bei: Capitol / Universal


https://www.siennaspiro.de/