Jalen Ngonda – Doctrine Of Love
2024 hat Jalen Ngonda mit seinem Debüt „Come Around and Love Me“ einen furiosen Start hingelegt und die Messlatte auch recht hoch gelegt. Ein Album welches mit den großen Taten des alten Souls mithalten konnte.
Nun hat der Amerikaner der in Liverpool lebt, den Nachfolger namens „Doctine Of Love“ nachgeschoben. Das Cover-Artwork deutet es schon an, dass er noch immer den Soul aus dem Hause Stax und noch mehr von Motown liebt. Nur ist es diesmal ein wenig zugänglicher und viele der zehn Songs sind kleine Hits vom Schlage des besagten Labels. Der Sound hat einen leichten rauen Charme.
Wobei Jalen Ngonda diesmal neben Soul auch eine gesunde Portion Doo-Wop, frühen Funk, Gospel und Rhythm & Blues zu hören. Deswegen ist die Musik auch musikalisch gegenüber dem Vorgänger-Album mehr in den späten fünfziger Jahren und frühen sechziger verordnet. Ein Song wie „I Can´t Ever Leave You“ ist so ein Beispiel, mitsamt seinem Blues Gitarrenspiel, intensive Bläser und der Gesang von Jalen Ngonda der hier den Gospel singt. „Doctrine Of Love“ klingt wie ein alter Soul-Hit mit einer melancholischen Melodie, schließt man schnell ins Herz.
Mit „Mr.Train Condutor“ geht es dann auch leichtfüßiger und mit Groove voran, ebenso ist „Burning Temptation“, welches eine große Melodie vorzuweisen hat. „Love Is Gone“ hingegen ist eine glanzvolle Ballade, die aber herrlich kitschfrei daher kommt und dadurch angenehm frei klingt. Beeindruckend ist wieviel Leidenschaft Jalen Ngonda in seine Stimme wirft und da muss man nur einmal Hannah, What´s The Matter“ oder beim Blues-Gospel „Good Good Love“ anhören.
Da muss man schon wirklich große Referenzen aus dem Finger saugen um Vergleiche ziehen zu können. Erstaunlich ist auch dass er einen bewussten Bruch zum psychedelischen Soul-Vorgänger wagt und nun mit „Doctrine Of Love“ eine Mischung aus den besagten alten Genres hier geschmackvoll auftischt.
Erschienen bei:Daptone Recordings
https://www.jngonda.com/
