Squid – Cowards
So ein Stachel, wie auf dem Cover des neuen Squid Album kann schmerzhaft sein. So ähnlich ist auch die Musik der britischen Band. Diese fing damals an und spielten instrumentale Jazz Musik und hatten in Brighton sogar monatlich ein Konzert.
Doch dann änderte sich der musikalische Kompass und man entdeckte den Lärm. Sie bekamen einen Plattenvertrag bei Warp-Records und brachten mit „Bright Green Field“ und „O Monolith“ zwei Alben heraus, die sie zu Helden des neuen Post-Punk machten. Diese Alben waren auch immer bespickt mit Haken, Überraschungen und sperrigen Lärm.
„Cowards“ ist nun dass dritte Album und wieder ändern die fünf Musiker, ein wenig die Koordinaten. Doch nicht zu sehr, noch immer sind einige wichtige Zutaten gleich geblieben. Man wird immer noch überrascht, wenn man ihre Musik hört und es werden immer noch jede Menge Brüche fabriziert, Haken geschlagen und alle Erwartungen gesprengt. Auch ist die Musik laut, auffallend und es gibt Noise.
Nur jetzt kommt der Knackpunkt, der es anders macht. Squid lassen den Lärm nicht mehr einfach nur von Rockinstrumente entstehen. Auf einmal tauchen auch mal Streicher auf und asie arbeiten auch mehr mit ruhigen Momenten. Wobei von richtiger Ruhe und Stille kann nicht die Rede sein. Aber sie können mittlerweile gut mal auch mal das Tempo herausnehmen, wie bei „Bloud On The Boulders“. Wobei nach der Hälfte des Songs bricht der Song und wird zum aufgekratzden Post-Punk.
Ja, die Songs sind immer im Wandeln und drehen und häuten sich. „Crispy Skin“ begrüßt einen mit einem „Baba O Riley-Keyboard Sound, um dann einen auf die schmutzige Tanzfläche zu jagen um dann bekifft in der Ecke zu liegen. „Cowards“ hingegen ist dann Schönklang, bei dem sich Squid nicht verstellen. Bei dem zweiten Teil von „Fireworks“ kört man immer ein Uhrwerk und eine Kakophonie aus Streichern. Aber auch da macht die Band eine gute Figur.
Man hat dass Gefühl dass Squid nichts falsch machen und so ist es auch. Da ist egal ob man das Gefühl hat dass die Arrangements beinahe zerbersten drohen oder windschief sind, wie bei „Showtime!“ Oder sie ein wenig zwischen Jazz, Klassik und Post-Punk pendeln, wie beim Schlußsong „Well Met (Fingers Through The Fence)“.
„Cowards“ ist dass dritte Werk von Squid und bei einigen anderen Bands war eben das dritte auch eines ihrer Meisterwerk, man erinnere sich an „O.K. Computer“, „Urban Hymns“ oder „Come On Die Young“.
Erschienen bei: Warp Records