Kelly Clarkson – Merry Christmas Comes Around

Ein Weihnachts-Album zu veröffentlichen, gehört irgendwie schon in den Business-Plan von Musiker*innen, und auch die Plattenfirmen kalkulieren so etwas bei Stars irgendwann ein. Im Fall von Kelly Clarkson war ich mir ziemlich sicher, dass sie so ein Werk schon herausgebracht hätte.

Also schnell im Internet geschaut und gesehen, dass die erfolgreichste Casting-Sängerin der Welt 2007 ein Album namens „My December“ herausgebracht hat. Doch dabei handelt es sich um ein Album, das den Winter besingt und nicht zwingend die Feiertage. Von daher ist die Verwunderung doch sehr groß, dass nach 15jähriger Karriere erst jetzt ein Weihnachtsalbum von der erfolgreichen amerikanischen Sängerin erscheint.

„Merry Christmas Comes Around“ ist der Titel und hat natürlich all den Glanz und die Festlichkeit, die man sich in der Weihnachtszeit wünscht. Das bedeutet aber auch, dass allerhand bekannte Gassenhauer dabei sind. Da wären das verführerische „Santa Baby“ oder „Jingle Bells Rock“. Auch Songs, die mittlerweile als Klassiker gelten, aber eben erst in den letzten 40 Jahren entstanden sind, wie Mariah Careys „All I Want For Christmas“ sind dabei.

Dieses wurde ein wenig langsamer arrangiert, und auch Whams „Last Christmas“ ist hier ganz anders. Es ist stiller und wesentlich dezenter gehalten. Das tut den beiden Songs durchaus gut. Das Gute an „Merry Christmas Comes Around“ ist, dass Kelly Clarkson auch eigene Kompositionen für die schönste Zeit des Jahres parat hat. Einige davon könnten tatsächlich auch selbst Standards werden. Der Opener „Merry Christmas Baby“ hat Ruhe und ist dennoch typisch amerikanisch gestaltet. Auch die Zusammenarbeit mit Superstar Ariana Grande namens „Santa, can´t You Hear Me“ ist eine gute Pop-Weihnachtsnummer. Weihnachten kann also kommen.

Erschienen bei: Atlantic / Warner

kellyclarkson.com/when-christmas-comes-around/