Denver Broncos UK -Songs One Though Sixteen

Auch wenn einem die Band namens Denver Broncos UK nicht viel sagt, haben sie doch bekannte Befürworter, und so spielte die ganze Besetzung bei Jack Whites Tribute Album „Rock Legends“ mit. Das alleine ist ja schon ein Zeichen, dass dieses Quartett, bestehend aus Munly Munly, Lord Dwight Pentacost, Rebecca Vera und Slim Cessna von Slim Cessna’s Auto Club, musikalisch son versiert sein muss. Sie spielten mit Wanda Jackson, Shooter Jennings, Robert Gorden, Los Straightjackets, Gary U.S. Bonds und vielen weiteren bei diesem Tribute.

Wer jetzt auf dem zweiten Langspieler von Denver Broncos UK aber Rock´n`Roll aus der guten alten Zeit erwartet, der wird hier enttäuscht. Auf „Songs One Though Sixteen“ spielen sie eine seltsame Art von Musik. Düsterer Americana-Folk, mehr dem Goth-Rock zugewandt als den Country-Spuren. Dabei setzt die Musik von Denver Broncos UK auch merkwürdige Instrumente ein, Saiteninstrumente und Percussions sind zwar grundlegend gewöhnlich, aber von dieser Band wird es vorgetragen, als würden sie in einer Geisterstadt ihre Behausung bezogen haben. Dazu auch mal Streicher und beängstigende Orgel machen die Musik nicht unbedingt leichter.

Die Band selbst bezeichnet das ganze als „A beautifully haunting brand of stark acoustic-gloom that will inevitably send shivers down the spines of the most seasoned fans“ und liegt damit richtig. Musikalisch sind die 16 Stücke, verteilt auf zwei CDs und entsprechenden Vinyl-Seiten, dann auch dem Alternative Americana zugewandt und klingen, als würden The Residents nun Folk machen. Der Gesang von Jay Munly hat eine gewisse Ähnlichkeit zu alten Goth-Helden wie Nick Cave oder Peter Murphy, und mit dem Gesang von Rebecca Vera gibt es auch einen guten Kontrast. Ganz stimmig zwar, und dennoch windschiefe Musik für mutige Hörer.

Erschienen bei: Glitterhouse

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