The Wombats – Oh! The Ocean
Man ist wahrlich überrascht dass das Debüt „A Guide To Love, Loss & Desperation“ von The Wombats seine Volljährigkeit feiert. Aber ist es wirklich schon 18 Jahre her, dass wir zu „Backfire At Disco“ und „Let´s Dance To Joy Divivsion“ uns die Füße wund getanzt haben?
Mit dieser Info im Hinterkopf versteht man auch dass „Oh! The Ocean“ nicht mehr so lebensbejahenden Indie-Gitarren-Hits mehr zu bieten haben. Ist halt eine lange Zeitspanne und sie keine jungen Burschen mehr. „Oh! The Ocean“ ist dass sechste Album der Band. Was einen auffällt ist dass viele Songs immer noch jugendlich verspielt sind, nur münden sie nicht automatisch in der Indie-Disco. Diesmal sind die meisten Lieder zwar auch Hits aber eher für die eigenen vier Wände.
Deswegen sind sie auch anders arrangiert, die Gitarren sind nicht mehr die Redensführer, dafür drängen sich Synthie-Klänge in den Vordergrund. Diese klingen versöhnlich und sind dennoch farbenfrohe Indie-Pop Hits. Zwar brettern sich die Songs nicht mehr so schnell ins Gedächtnis wie damals. Dennoch erreichen viel Lieder dennoch dieses Ziel.
Einer der als erstes im Ziel ankommt, ist „Blood On The Hospital Floor“, da ist die Gitarre vorne und klingt so als hätten The Strokes wieder eine tanzbaren Hit aus dem Ärmel geschüttelt. „My Head Is Not My Friend“ hat den gleichen Charme und Schmissigkeit wie Hits von den Franzosen von Phoenix. Bei „Swerve (101)“ klingen The Wombats zeitwilig düster, dafür ist die Melodie fast schon so imposant wie ein Song von Electric Light Orchestra.
Insgesamt sind die Songs, aber wesentlich in sich ruhiger und sind formschöner Indie-Pop, mit meist schwelgerischen Melodien. The Wombats sind aus der Sturm und Drang-Phase heraus und so geben sie den Hinweis nicht immer den gleichen Fehler zu begehen, aus einer anderen Sichtweise wie noch damals. Der Rat ist nun in Worten: „We do everything we can to create some noise / And we don‘t care if it‘s trash that fills the void.“ verfasst.
Erschienen bei: The Wombats / Membran