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DESCRIPTION;CHARSET=utf-8:Eintritt: FREI! Wir gehen mit dem Hut rum!

Beschreibung: 	

Markus Segschneider - Singer/Songwriter
Die aktuelle CD des Kölner Singer/Songwriters und Gitarristen heisst &#8220;Tales of Holland&#8221; und
erschien Ende 2006 beim Label encora.
Eine Musik, die es schwierig machen dürfte, Vergleichbares zu finden. Ein Songzyklus mit mehr
oder weniger durchgehender Thematik, bei der keine Note dem Zufall überlassen bleibt. Alle
Stücke der CD beschränken sich auf Gesang mit Gitarrenbegleitung, wobei hier jedoch alle
Möglichkeiten ausgelotet werden, sowohl technisch als auch kompositorisch.
Songs aus eigener Feder und solistisch dargebotene, akustische Gitarrenstücke sind seit
einigen Jahren der Weg Markus Segschneiders - mal mitreißend virtuos, mal balladesk und
lyrisch, aber immer filigran und akribisch auskomponiert. Die Musik erinnert entfernt an die
amerikanische Singer/Songwriter-Tradition eines Randy Newman, Van Dyke Parks oder Jimmy
Webb, ist in ihrer Art jedoch unverwechselbar individuell und mit vielen progressiveren
Elementen angereichert.
Eine "angenehme, ausdrucksstarke Stimme" (Konzertkritik), &#8221;umwerfendes Gitarrenspiel&#8221;
(Bridge guitar reviews) und das "Bemühen um eine eigene harmonische Sprache" (Akustik
Gitarre) gehen eine erfolgreiche Symbiose ein, die den Zuhörer in eine andere Welt entführt.
Zuhörer erleben einen "brillianten musikalischen Spaziergang durch Stimmungen, Klangwelten
und Landschaften" (Konzertkritik).
Melodiöse und poetische Eigenkompositionen zwischen Jazz, Klassik und Pop erschienen
bereits 1999 auf der CD "String Tales", die durch ein großes musikalisches Spektrum mit
impressionistischen Anleihen und das Einbeziehen unterschiedlichster Spieltechniken besticht.
Die CD "Behind a Veil", auf der Markus Segschneider als Sänger, Gitarrist und Komponist in
Erscheinung tritt, erschien im Sommer 2002. Die Stücke, die hierauf sehr aufwendig und z.T.
orchestral arrangiert wurden, werden im Konzert auf Gitarre und Gesang reduziert und erhalten
so einen sehr intimen und persönlichen Charakter.
Im Spätsommer 2003 erschien die CD "Chamber Music". Diese ist wiederum größtenteils
solistisch gehalten und bietet eine umfangreiche und abwechslungsreiche Kollektion von Songs.
Jedes der zahlreichen Konzerte Markus Segschneiders ist ein Erlebnis der besonderen Art:
Songs mit Tiefgang, eine individuelle Stimme und virtuoses Gitarrenspiel in selten gehörter
Einheit.
Weitere Betätigungsfelder von Markus Segschneider, Jahrgang 1971, sind u.a.:
&#1048576; Band- und Studiomusiker (CDs und Konzerte mit Mad Tea Party, Bret&#180;s Frets, Nino de
Angelo, Declan Galbraith, Klaus König Orchestra, Two High, Paddy Kelly, Lucy Diakovska,
Gabriel Perez/Cologne Contemporary Jazz Orchestra, Anne Hartkamp, United Music Nation,
Crystin, Andre Nendza, Roger Hanschel)
&#1048576; Gitarrist für Musicals (Jesus Christ Superstar, Elisabeth, Saturday night fever, Just one world,
Grease, Miami nights, Cats, Aida, Das Mädchen Rosemarie)
&#1048576; Zahlreiche Fremdproduktionen und Werbejingles für u.a. Blendax, C & A, Ford, daihatsu, VW,
signal-iduna, rbb, marriot und E-plus. Einspielung von Filmmusik u.a. für &#8220;Petterson und Findus&#8221;,
&#8220;Küstenwache&#8221;, &#8220;Powder park&#8221;

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aus Frankfurter Rundschau, 12.08.2007

Saxofonist Roger Hanschel
Vom Jazz hinaus in die Welt
VON STEFAN MICHALZIK

Zunächst einmal, für die ersten beiden Nummern, hätte man sich durchaus bei
Rock im Museum wähnen können. Doch dabei sollte es natürlich nicht bleiben.
Heavy Rotation nennt der Saxofonist Roger Hanschel sein neues Quartett. Das
weckt einesteils Assoziationen an den Rock, zugleich legt der Bandname nahe,
dass hier die Dinge mächtig in Bewegung geraten.

Die beiden Eingangsstücke konnte man vor neun Jahren schon einmal an einem
Sonntagvormittag beim Jazz im Hof des Historischen Museums Frankfurt hören -
in einer ganz anderen Besetzung allerdings: Roger Hanschel spielte damals
mit Streichern des Ensemble Modern, die als Frankfurt Contemporary Quartett
in Erscheinung traten. Heavy Rotation kann man als Fusionband bezeichnen.
Hanschel wäre aber nicht er selbst, wenn er nicht auch in diesem Rahmen ein
Stil-Konglomerat Kölscher Prägung bieten würde.

Bekannt ist der 1964 in Wolfsburg geborene Alt- und Sopransaxofon-Spieler
vor allem durch seine seit zwanzig Jahren anhaltende Teilhaberschaft an der
Kölner Saxofon Mafia. Neben seinen eigenen Ensembles spielt er beständig im
Steffen Schorn Septett und bei Triosphere, zudem verbindet ihn eine stete
Zusammenarbeit mit der Sängerin Gabriele Hasler. Ausgangspunkt sämtlicher
Unternehmungen ist der Jazz - gemeinsam ist den beteiligten Musikern dabei
eine freigeistige Haltung, anders gesagt: Es bleibt nie allein beim Jazz.

So ist auch Heavy Rotation - neben Hanschel spielen Gitarrist Markus
Segschneider, Bassist Dietmar Fuhr und Schlagzeuger Daniel Schröteler -
durch Brechungen und Stilverwebungen geprägt. Vom Rock her kommt der enorme
Druck, der auf vielen der Nummern liegt. Die Struktur ist in der auf die
sechziger Jahre zurückgehenden Freien Spielweise verwurzelt. Von
Programmatik zu sprechen ginge zu weit, doch verweisen etliche Titel auf
außermusikalische Anlässe. "Waiting" etwa musikalisiert den Zustand des
Wartens mittels einer minimalistischen Repetition, also sozusagen des
Stillstands der musikalischen Zeit. Manche akustische Landschaftsmalerei
geht stilgeschichtlich auf den musikalischen Impressionismus des späten 19.
Jahrhunderts zurück. Die Polytonalität der Barockmusik ist ein weiterer
Faktor.

Es herrscht eine produktive Reibung in der Band. Besonders natürlich
zwischen Roger Hanschel und dem Gitarristen Markus Segschneider. Der ist in
keinem Moment der bloße Lieferant von Harmonien, sondern stets ein starker
Antipode. Er spielt außerordentlich geschwind, bis hin zu einer regelrechten
Griffbrettartistik, die sich aber nie im Zirzensischen verliert.
Selbstdarstellung ist Segschneiders Sache nicht, seine ausgebuffte Technik
stellt er einzig in den Dienst des musikalischen Zwecks.

Roger Hanschels Phrasierung ist ganz entschieden dem Third Stream
verpflichtet, der "klassisch" genannten Kunstmusik ist sie dabei mindestens
ebenso nahe wie dem Jazz. Identitätsstiftend gleichermaßen für den
Instrumentalisten wie für den Komponisten Hanschel ist ein
improvisatorischer Impetus. Expression setzt er sehr gezielt ein. Ein
akademischer Gestus ist ihm völlig fremd.

Konzentrierte Gesten prägen das weit über die Formgebung hinausweisende
Spiel des Bassisten Dietmar Fuhr. Zupackend und differenziert zugleich ist
der perkussive Puls Daniel Schrötelers.

Die Verdichtung, die diese Band abseits der musiksprachlichen Norm erreicht,
ist beträchtlich, die Präzision bewundernswert. Bei allem Willen zur
formalen Durchgestaltung wirkt diese Musik ganz und gar nicht unterkühlt.
Sie ist sehr zugängig - ohne jedoch eine falsche Gemütlichkeit
auszustrahlen.

Homepage: http://www.markus-segschneider.de/
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