Termine
Der Förderverein des Instituts für Ur- und Frühgeschichte der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel lädt im Rahmen
seiner diesjährigen Vortragreihe herzlich zu folgenden Vorträgen ein:
Ostholstein im Neolithikum –
Eine Archäoprognose [Moritz Mennenga]
Der Schutz und Erhalt von archäologischen Denkmälern
ist in der Denkmalpflege und der Forschung einer der
wichtigsten Punkte. Um dies zu gewährleisten müssen
die gefährdeten Fundstellen jedoch bekannt sein. Um
diese Bereiche ohne flächendeckende Feldbegehung, die
nicht immer möglich ist, zu entdecken, kann
unterstützend die Archäoprognose verwendet werden.
Unter Nutzung von Geoinformationssystemen wurden
die neolithischen Fundstellen in Ostholstein aus der
Landesaufnahme aufgenommen und analysiert.
Allgemeine Bedingungen für potenzielle Siedlungsplätze
wurden herausgestellt, die naturräumlichen
Gegebenheiten erfasst und anschließend mit Hilfe
verschiedener statistischer Analysen ausgewertet.
Potenzielle Siedlungsplätze in Ostholstein, welche auf der
Grundlage der Analysen zu vermuten sind, werden
dargestellt und auf dieser Basis der Siedlungsverlauf im
Neolithikum und der räumliche Zusammenhang zwischen
Siedlungen und Gräbern untersucht.
Der Beginn der Urbanisierung und
die Neue Ökonomische Geographie [Arne Windler]
Die Neue Ökonomische Geographie ist ein relativer
junger Zweig der ökonomischen Theorie, welcher erst
mit der Vergabe des Wirtschaftsnobelpreises an Paul
Krugman im Jahre 2008 einem breiten Publikum
zugänglich gemacht wurde.
Im Wesentlichen handelt es sich um die ökonomische
Erklärung für die Gründung von Städten und deren
Herausbildung bei sinkenden Transportkosten. Ältere
Ansätze sind nicht in der Lage gewesen, diese Prozesse
zu erklären.
Das Thema dieses Vortrags, welches im Rahmen einer
Diplomarbeit bearbeitet wurde, behandelt die
Übertragungsmöglichkeiten der Neuen Ökonomischen
Geographie auf die Prähistorie. Diese werden anhand der
Großsiedlungen der Cucuteni-Tripolye-Kultur, der
Urbanisierung der östlichen Ägäis und der
hallstattzeitlichen „Fürstensitze“ analysiert und
diskutiert. Dabei offenbarte sich das enorme Potential
des ökonomischen Ansatzes für die archäologische
Forschung.
Donnerstag, 12. Januar 2012, 20:00 | übernehmen
2
2
Wo ist das?
Wo? Johanna‐Mestorf‐Hörsaal
Johanna‐Mestorf‐Straße 4, 2. Eingang rechte Seite 24118 Kiel
Samstag, 07. Januar 2012, 18:18