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Das jüngste Gewitter / Du levande

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Termin erstellt von kras Bullerby – Mythos oder Wahrheit? mit dem Nordischen Institut

Das Nordische Institut der CAU veranstaltet vom 14.1. – 10.2. eine kleine Tagung über das gegenwärtige Schweden-Bild in Literatur und Film – das KoKi begleitet die Veranstaltungen mit vier Filmen.

Roy Andersson. S/F/D 2007. 90 Min. OmU. Mit Håkan Angser, Björn Englund, Erick Bäckman, Elisabeth Helander, Gunnar Ivarsson, Lennart Eriksson

Irgendwo in einer großen Stadt. Eine dicke Frau auf einer Parkbank jammert, dass sie niemand lieben würde, selbst ihr Hündchen nicht. Ihr Freund, ein dicker Hell’s Angel, hört gelassen zu. Die Belegschaft eines Restaurants gafft zum Fenster hinaus auf den Bürgersteig, wo sich ein gebrechlicher Rentner mit seiner Gehhilfe abmüht, seinen röchelnden Hund hinter sich herschleifend. In einer trostlosen Mietwohnung übt ein dürrer Mann Susaphon und ignoriert die Proteste seiner Frau. Gegenüber auf dem Balkon steht ein dicker Mann und beobachtet den Wohnblock…

Roy Andersson, schwedischer Filmemacher Jahrgang 1943, wandte sich nach ersten internationalen Erfolgen und Auszeichnungen 1976 von konventionellen Erzählweisen ab und entwickelte seine ihm eigene, unverwechselbare Ästhetik: Deren Bausteine sind eine unbewegte Weitwinkelkamera, weiches, schattenloses Licht und wie ferngelenkt, stoisch wirkende Figuren. Probierte er diese Erzählweise der starren Tableaus zunächst in Werbespots aus, die ihm weltweite Aufmerksamkeit und Aufträge einbrachten, produzierte er 1987 und 1991 zwei ähnlich konzipierte Kurzfilme, bis er 2000 seinen abendfüllenden Spielfilm Songs From the Second Floor vorstellen konnte. Das Prinzip der Reihung ist diesen Filmen gemein: Es entsteht ein Reigen archaisch wirkender Urszenen, in denen die menschliche Kreatur zurückgeworfen ist in grundsätzliche Nöte und Freuden. In der Hávamál Ballade, einer Sammlung von Sprichwörtern aus einem der ältesten Texte der skandinavischen Literatur, heißt es: „Der Mensch ist des Menschen Freude“. Oder anders gesagt: die größte Freude des Menschen ist der Andere. Der Mensch ist ein soziales Wesen, sein Bedürfnis nach zwischenmenschlichen Beziehungen bringt ihm Schmerz und Freude. Andersson gelingen skurrile Einblicke in die grundlegende Wahrheit dieser überlieferten literarischen Weisheit.

Wann?

Mittwoch, 10. Februar 2010, 20:30 | übernehmen

Wo?

Kommunales Kino
Haßstr. 22
Wo ist das?


Wer will da hin?

  • Noch keiner - sei der Erste!

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