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Ein Sommer in New York

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Termin erstellt von kras Thomas McCarthy. USA 2007. 107 Min. Dt. Fass. Mit Richard Jenkins, Haaz Sleiman, Danai Guriram Hiam Abass, Marian Seldes, Maggie Moore

Mit "Ein Sommer in New York" lässt Schauspieler und Regisseur Thomas McCarthy seinem Regiedebüt The Station Agent ein hervorragendes, feinfühliges Drama folgen. Der Film erzählt von der „Resozialisierung“ eines verwitweten Universitätsprofessors, der sich allem Zwischenmenschlichen entzogen hat, und bettet diese in eine größere Erzählung um illegale Einwanderer, Fremdenfeindlichkeit und Terrorangst ein. Auf angenehm nüchterne, vielleicht gerade deshalb umso kraftvollere Weise beleuchtet der präzise erzählte und toll besetzte Film ein restriktives amerikanisches Behördensystem in den Zeiten des Terrors. Der Film bleibt dabei nahe bei den Figuren, ohne gänzlich ins Belehrend-Plakative oder Pathetische abzurutschen. (Lassen Sie sich also nicht von der etwas abgenutzten Metapher der trommelnd wieder gefundenen Lebenslust abschrecken!) Richard Jenkins spielt Professor Walter Vale, der seit dem Tod seiner Frau in immergleicher Routine neben seinen Mitmenschen her lebt und dabei nur wenige Regungen von Menschlichkeit zeigt. Als er eines Tages in seinem selten genutzten New Yorker Apartment eintrifft, sieht er sich mit einem jungen Paar konfrontiert, die eben diese Wohnung von einem Betrüger gemietet haben. Die Bekanntschaft mit dem Percussionisten Tarek aus Syrien und seiner Partnerin Zainab aus dem Senegal, denen der Professor schließlich sein Gästezimmer anbietet, verändert den traumatisierten Mann. Nach und nach entwickeln sich Freundschaft, Respekt und eine neue Lebensfreude. Als der illegal in Amerika lebende Tarek jedoch eines Tages verhaftet wird, schlägt das Glück angesichts der Übermacht eines unpersönlichen Behördenapparats und einer allgegenwärtigen Ablehnung alles Fremden in Verzweiflung um. Gemeinsam mit Tareks Mutter und Zainab versucht Vale, sich für den Inhaftierten einzusetzen.

Ein Sommer in New York (im Original: The Visitor) ist ein kleiner Film, der jedoch ungemein lange nachklingt. „Einer jener stillen Filme, in denen jede Geste und jede noch so kleine Reaktion der Personen eine Bedeutung hat und in denen das Drama hinter der Beobachtung von Empfindungen und Gefühlen zurücktritt. So ergibt sich ganz allmählich ein vieldimensionales Porträt der Figuren, ihrer individuellen und ihrer allgemeinen Lebenslage.“ (Fran Everschor, film dienst)

Wann?

Freitag, 12. Februar 2010, 20:30 | übernehmen

Wo?

Kommunales Kino
Haßstr. 22
Wo ist das?


Wer will da hin?

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