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Kiel fordert Radfahrer zur Körperverletzung auf  Unten

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  • Die Landeshauptstadt Kiel erwartet von ihren Radfahrern, täglich möglichst viele Fußgänger zu verletzen. Zur Unterstützung dieser Forderung werden die Radwege, trotz Benutzungspflicht, schön schmal gehalten - so bei ca. 1,10 m.
    http://radfahren-in-kiel.freehostia.de/images/Kronshagener4-1.JPG
    Der Sicherheitsabstand zu Fußgängern wird hier einfach abgeschafft, um die Kontaktmöglichkeiten zu erhöhen.


    Besonders erfolgreich kann diese Forderung an Baustellen umgesetzt werden:
    http://radfahren-in-kiel.freehostia.de/images/west1-2.jpg http://radfahren-in-kiel.freehostia.de/images/gutenb-2.jpg
    Bei diesem durch Zeichen 240 angeordneten gemeinsamen Geh- und Radweg besteht für den Radfahrer Rechtsfahrgebot.
    D. h. er muss an der Hauswand entlang fahren und hat damit keine Möglichkeit, Fußgänger, die das Haus verlassen, zu bemerken. Der Fußgänger tritt also nicht nur "vors Haus", sondern auch vor das Fahrrad.
    Als Konsequenz für Fußgänger in diesem Bereich - OBACHT !
    Und für Radfahrer - Bleibst Du gern gesund und munter,
    musst Du schnell vom Radweg runter !!
    Und DAS will eine fahrrad- und Kinderfreundliche Stadt sein / werden? icon_mad
  • *gähn* Die schmalen Radwege sind wirklich doof - aber Du regst dich wirklich über Baustellen auf? Die sind doch idR nach ner Woche wieder weg!? Muss man da jetzt wirklich immer ne provisorische Brücker drüber bauen? Ich bin ja selbst sowohl Radfahrer als auch Fußgänger und mit ein wenig Vorsicht, hat et bisher immer joot jejange. icon_biggrin

    Viel bescheuerter finde ich die Autofahrer, die Fahrradspuren als 2. Parkreihe nutzen, um sich mal eben schnell ein Eis zu kaufen. DAS ist wirklich vermeidbar icon_mad


    Gruß
    Steffen

    kaffeeringe.de | Internet & Kreativität
  • Also als Zeitweise-Bewohnerin einiger größerer Städte als Kiel bin ich vom Radwegenetz in Kiel schon sehr beeindruckt, das geht erheblich schlechter :(
    Wobei mich die Ecke Knooper Weg/Gutenbergstr. ankotzt, wenn der Radweg plötzlich fast wegfällt und Autofahrer ihn als Abbieger nutzen ... in der Feldstrasse meinen einige Autofahrer dafür megaclever zu sein wenn sie 1/2 auf der Strasse und 1/2 auf dem Radweg stehen, als wenn ich durch die Lücke durchpassen würde.
    Über die Parker vor dem Eisparadies kann ich mich schon gar nicht mehr aufregen ...
  • @futzi

    Bei einigen der von Dir genannten Fälle gilt aber vor dem Rechtsfahrgebot noch die Regel des "defensiven Fahrens", d.h. man muss nicht gerade mit 20 Sachen da langfahren, wenn man schon ahnt, dass eine Gefährdung von Fußgängern nicht ausgeschlossen werden kann ...
  • Das Baustellen ein Ärgernis sind ist ja nichts neues, aber man kann es halt nicht allen recht machen und generell gilt ja gerade in Baustellennähe das schon zitierte "Defensive Fahren".


    _________________________________________
    Wenn der Schnee geschmolzen ist, siehst du, wo die Kacke liegt.
  • So lange ich an einer mit Hauseingängen versehenen Hauswand vorbei fahre, besteht für mich und für die Hausbewohner eine Gefahr für Leib und Leben sowie Sachwerte.
    Und da ist die gefahrene Geschwindigkeit völlig unerheblich.
    Hoffentlich laufen auch eure Kinder alle "defensiv" auf die Straße. icon_evil
  • futzi

    So lange ich an einer mit Hauseingängen versehenen Hauswand vorbei fahre, besteht für mich und für die Hausbewohner eine Gefahr für Leib und Leben sowie Sachwerte.


    Genau so isses. Eine Möglichkeit, diese dringende Gefahr von Dir (und anderen) abzuwenden, besteht darin, dringende Sanierungsarbeiten an Straßen und Wegen nicht mehr durchzuführen, damit Du, der du ja der wichtigste von allen bist, schneller an Dein Ziel kommst. Im Zweifel, da gebe ich Dir Recht, müssen eben die Fußgänger Ihre Fortbewegung verdefensivieren.

    Die andere Möglichkeit, die mir nach längerem Nachdenken und Abwägen von Für und Wider in den Sinn kam - und die zugegebenermaßen vollkommen abwegig ist - besteht darin, dass du einfach mal von Deinem Drahtesel absteigst.



    editiert von: besserwisser, 13.06.2009, 15:46 Uhr


    --
    Noch niemand hat Dich besucht.
    Such Dir Freunde! icon_wink
  • Hm. Also wenn ichs könnte... spart bestimmt Sprit. Ansonsten meide ich als Autofahrer Baustellen einfach und nehme einen anderen Weg ....
  • Lieber Futzi!

    Ich habe versehentlich einen Beitrag von dir gelöscht. Bitte poste ihn doch noch einmal.


    Jurafunk | Manche nennen es Rechtspodcast. Andere nennen es Recht unterhaltsam.
  • tja, ich weiss ja den Text nicht mehr;
    war aber auch nicht so wichtig
  • Es ist interessant, wie unterschiedlich die Ansichten zu einem Problem sein können. Gerade deshalb muss ich einige Aussagen kommentieren.

    "... aber Du regst dich wirklich über Baustellen auf? Die sind doch idR nach ner Woche wieder weg!?"

    In der Regel sind viele Baustellen in einer Woche wieder abgebaut. Aber es gibt genügend Baustellen, die sich über Monate hinziehen. Da ist es gerechtfertigt, dass sowohl dem Kraftfahrzeugverkehr als auch dem sonstigem Verkehr gleichermaßen Gewicht geschenkt wird. Im übrigen gehören solche Lösungen für alle Beteiligten in die Baupläne.

    Völlig unverständlich und inakzeptabel ist die Art und Weise, wie viele Baustellen abgesichert und beschildert werden. Es gibt Vorschriften, die eine korreket Sicherung beschreiben und es gibt gesetzliche Regelungen, die einzuhalten sind. An vielen Baustellen scheint das geschriebe Wort aber auch ein konsequent ungelesenes Wort zu bleiben. Da ist es schon eine Frechheit, dass monatelang wie im Sandkasten gebuddelt wird und die Vorschriften über Bord geworfen werden. Und wenn man in diesem Punkt mal Autofahrer und Radfahrer vergleicht, dann geht das Ergebnis eindeutig zu Ungunsten des Radfahrers, aber auch Fußgängers.

    Beispiel Eckernförder Str. in Höhe Westring:

    Es gab dort seit Jahren keine Benutzungspflicht und Radfahrer fuhren wie selbstverständlich auf der Fahrbahn. Unsichere Radfahrer hatten auf der einen Seite zusätzlich die Möglichkeit, den dort vorhandenen Radweg zu nutzen. Nun, wo die Baustelle voll in Gange ist, wird man als Radfahrer entlang der Geschäfte zusammen mit Fußgängern auf einen schmalen Weg gequetscht. Zusätzlich darf man sich zwischen Plakataufstellern und im Wege stehende Bauzäune drängen.

    Es gibt nicht einen Grund, warum man mit der Benutzungspflicht bis zur Fertigstellung des Weges wartet. Man kann dort eh nicht schneller als Schrittgeschwindigkeit fahren und somit wäre ein Gehweg mit Radfahrer frei vollkommen ausreichend. Aber anscheinen sitzen einigen Leuten die Autolobby und die Politik im Nacken, die darauf drängen, den Radverkehr möglichst heute, wenn nicht gar gestern, von der Fahrbahn zu holen.

    Schilder nach Lust und Laune:

    Mit der Beschilderung im Bereich Radverkehr lässt man es gleichfalls gleichgültig angehen. Da stehen hier und da mal zwei sich widersprechende Verkehrszeichen direkt nebeneinander, ein völlig falsch gewähltes Verkehrszeichen am Ort oder das für den Radfahrer interessante Zeichen steht so ungünsig plaziert und weit weg, dass man es übersehen muss. Hinzu kommen noch völlig neue Phantasiezeichen und unwirksame Schilderkombinationen. An Baustellen wird man da in Kiel besonders kreativ ...

    "Viel bescheuerter finde ich die Autofahrer, die Fahrradspuren als 2. Parkreihe nutzen, um sich mal eben schnell ein Eis zu kaufen."

    Das widerum finde ich besonders gut. Solche Autofahrer setzen sich aktiv für die Sicherheit von Radfahrern ein. Ich freue mich über jeden benutzungspflichten Radweg, der durch dort parkende Autofahrer unbenutzbar wird und ich fahre ganz normal auf der Fahrbahn weiter. Man unterstütze hierbei bitte die Aktion "Radwege zu Parkplätzen" ...

    "... bin ich vom Radwegenetz in Kiel schon sehr beeindruckt, das geht erheblich schlechter :("

    Du bist vom Radwegenetz beeindruckt? Komisch, schreibst Du doch anschließend gleich eine ganze Reihe von Kritikpunkten. Was nützt Dir ein großes Radwegenetz, wenn der vorhandene Radweg schwer, gar nicht oder nur mit Gefahr zu benutzen ist?

    "Eine Möglichkeit, diese dringende Gefahr von Dir (und anderen) abzuwenden, besteht darin, dringende Sanierungsarbeiten an Straßen und Wegen nicht mehr durchzuführen, damit Du, der du ja der wichtigste von allen bist, schneller an Dein Ziel kommst."

    Bitte nicht persönlich nehmen, aber das ist völliger Quatsch. Natürlich sollen und müssen Sanierungsarbeiten durchgeführt werden. Aber doch bitte unter Einhaltung der Vorschriften. Nicht selten werkeln Baustellen einfach vor sich hin und haben dabei nicht einmal die für die Arbeit nötigen Genehmigungen. Das muss kein Verkehrsteilnehmer hinnehmen, besonders dann nicht, wenn es für ihn eine höhere Gefahr darstellt. Sanierungsarbeiten kommen allen zu Gute. Sowohl denjemigen der den Weg täglich zur Durchfahrt nutzt als auch den Anwohnern, die mit Auto, Rad oder zu Fuß dort unterwegs sind. Deshalb haben Baustellen nicht nur auf den Kraftfahrzeugverkehr Rücksicht zu nehmen.



    editiert von: lupfi, 02.07.2009, 17:49 Uhr
  • Lieber Lupfi,

    ich bin sehr beeindruckt darüber, wieviel Zeit, Engagement und Liebe Du Dir mit diesem Text gemacht hast.

    Aber schau Dir bitte als allererstes mal das Eingangsposting an: Da wird polemisch gewettert, die "Stadt Kiel" würde zur Körperverletzung auffordern. Que?!?! Okay, da hat sich jemand geärgert und wollte sich mal auskotzen, aber diese Formulierungen sind in meinen Augen weder elegant noch sonderlich witzig, sondern einfach nur verbiestert und kleingeistig. Zumindest kein guter Anfang für ein konstruktives Gespräch.
    Eigentlich genau wie Deine Reaktion auf die Kritik an den auf Radwegen parkenden Autofahreren. Ironie KANN ein gutes Mittel zur Verdeutlichung sein, aber nur selten in Schriftform.

    Ich weiß auch nicht wo in meinem Posting der Widerspruch sein soll? Grundsätzlich habe ich als Radfahrer in anderen Städten schon erheblich schlimmere Bedingungen vorgefunden, das ist ein Fakt, bedeutet aber nicht, dass ich am Kieler Radwegesystem nicht Dinge zu kritisieren hätte.

    Hier haben sich einige Postings gegenseitig hochgeschaukelt, und Deine Art, diese einfach aus dem Zusammenhang zu reißen und dann den Schreiber damit zu konfrontieren ist für ein Gespräch über das Problem wenig hilfreich. Der einzige der dabei ausgelassen wird ist natürlich der Threaderöffner. Schon sehr seltsam.

    Schönen Abend noch.
  • "Okay, da hat sich jemand geärgert und wollte sich mal auskotzen, ..."

    Das Problem ist nicht, dass sich jemand geärgert hat, sondern das jemand endlich mal ein ständiges Problem in Kiel angesprochen hat und dieser gleich wieder als Einzelgänger abgestempelt wird.

    Wer aktiv das Geschehen rund um den Radverkehr beobachtet wird schnell feststellen, dass Verkehrsregeln im Radverkehr leider eher eine Nebenerscheinung sind. Täglich fahren dutzende, hunderte Radfahrer ihren eingeschworenen Weg von A nach B und begehen dabei etliche Verkehrsverstöße. Einige bewusst, einige unbewusst und einige je nach Lust und Laune.

    Zum Beispiel die "gute alte Dame", die täglich über den Gehweg fährt als wenn es das normalste der Welt wäre. Oder die Mutter, die mit ihren Kindern entweder zusammen auf dem Radweg oder Gehweg fährt. Oder der Mann, der die Benutzungspflicht missachtet, weil er keine Lust hat, an drei anstatt nur einer Ampel zu stehen. Würde man all diejenigen strenger kontrollieren, dann würde es viel mehr solcher Threaderöffner geben.

    Es gibt eine große Anzahl an Radfahrern, die schlicht und einfach die Vorgaben ignorieren. Und das oft auch aus gutem Grund. Und warum sollte sich ein Radfahrer hier beschweren, wenn er den Problemsituationen einfach (illegal) aus dem Weg geht? Der Threaderöffner sieht hier Probleme und er möchte vielleicht nicht, wie einige andere, die Lösung in die eigene Hand nehmen. Er sieht sich klar der Weisung der Stadt Kiel ausgesetzt und erkennt die, meiner Meinung nach, unnötig erhöhten Gefährdungspotentiale für sich und andere Verkehrsteilnehmer.

    Man sieht in seinen Bildern zum Beispiel die Gutenbergstraße. An genau dieser Stelle gab es vor der Baustelle keine Benutzungspflicht. Erst jetzt, wo es für beide Vekehrsarten besonders eng wird, zwingt man sie zur Nutzung. Warum?

    Warum gibt die Stadt Kiel viel zu schmale Radwege für beide Richtungen frei? Hat sie es vorgezogen, anstatt den Verkehr zu ordnen, die Unordung einfach zu legalisieren? Ich würde mich freuen, wenn man auf dem Westring zum Beispiel auch auf der Fahrbahn einfach mal beide Richtungen freigeben würde. Aber warum macht das keiner?

    Warum muss man erst 3 oder mehr Briefe schreiben, bis eine Baustelle endlich korrekt ausgeschildert ist? Wird vor Ort gewürfelt, welche Schilder man vom Laster nimmt?

    Warum werden an Baustellen die Fußgänger wie selbstverständlich auf Radwege geleitet, auf denen sie gar nicht gehen dürfen? Soll ich als Radfahrer demnach einfach auf dem Gehweg weiterfahren, wenn der Radweg wegen einer Baustelle gesperrt ist?

    Also auch wenn der Threadersteller den Ton vielleicht falsch gewählt hat, so passt die Musik dennoch zum aktuellen Verkehrsbild.

    Und nur mal so am Rande:

    Täglich weichen mir 20-30 Radfahrer aus und schwenken dabei auf den Gehweg. Da frage ich mich, warum tun die das? Ich darf dort genauso so fahren wie die anderen. Aber irgendwie wollen die nicht auf dem Radweg bleiben, wenn wir uns nähern. Vielleicht sollte man als nächstes den Thread aufmachen "Kiel zwingt Radfahrer zum Gehwegradeln!". Ich würde es unterschreiben ...
  • Ich will mich da gar nicht weiter drauf einlassen. Das Zitat dass Du benutzt hast bezieht sich auf die Art und Weise des Postings, also auf den Ton. Der bekanntlich die Musik macht. Da findet sich kein "vielleicht". Und da die Leute, die sich im FöFlü-Forum tummeln am wenigsten für die Radwegsituation können, sind sie auch der falsche Ansprechpartner, um den Frust auf diese Weise loszuwerden.

    Wo genau ist das Problem, einfach zu schreiben: "Hey! Mich stört die Radwegsituation in Kiel, und zwar aus folgenden Gründen: ...." ggf. mit einem "Was meint ihr denn dazu? Habt ihr auch solche Beispiele?"
    Stattdessen wird ein Ton angeschlagen, der den meisten hier sauer aufgestoßen ist und zu patzigen/ironischen Antworten geführt hat.
  • na nu? nun gibt es doch noch Text dazu?!



    editiert von: futzi, 12.07.2009, 14:06 Uhr

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