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Donnerstag, 07. Juni 2018

Revolverheld

Zimmer mit Blick

Revolverheld – Zimmer mit Blick
Revolverheld – Zimmer mit Blick

Zim­mer mit Blick“ ist das neuste Album von Revol­ver­held und man darf hier nicht die gro­ßen Inno­va­tio­nen erwar­ten. Doch das wäre ver­wun­der­lich, denn wenn man ehr­lich ist, ver­öf­fent­li­chen Revol­ver­held seit ihrem Debüt „Revol­ver­held“ immer die glei­che Platte. Frü­her waren die The­men viel­leicht nai­ver und de Texte etwas ein­fa­cher gestrickt.

Aber im Prin­zip geht es noch immer um Bezie­hun­gen, nur dass man jetzt nicht mehr locker chillt, son­dern es auch oft um Tren­nung geht. Doch ein paar kleine Ver­än­de­rung gibt es bei dem neuen Album und so gibt es auch ein paar sozi­al­kri­ti­sche Texte, wie etwa das Titelstück.

Da wird besun­gen, dass Men­schen bei Pro­ble­men, die sie nicht betref­fen immer weg­se­hen und sich eine Gleich­gül­tig­keit ver­brei­tet, die für die Welt schäd­lich ist. Es ist viel­leicht mit den dicken Dau­men in der Wunde, aber meist dezent. Doch es ist bes­ser als bei manch ande­ren Künst­lern hier­zu­lande, die sich in den brenz­li­gen Zei­ten lie­ber kom­plett weg­du­cken, statt ansatz­weise Stel­lung zu beziehen.

Auch im Sound sind ein paar ganz kleine Ände­rung zu erken­nen. Es sind ein paar mehr Synthie‐​Sounds vor­han­den, wie bei dem fröh­li­chen „Ich kann nicht auf­hö­ren unser Leben zu lie­ben“. Der Sound mutet manch­mal recht spar­ta­nisch an. Doch das sind keine gro­ßen Umbrü­che in der DNA von Revol­ver­held. Manch­mal würde man sich wün­schen, dass sie ein wenig mehr umwer­fen, doch ich glaube das wird nicht passieren.

Dafür es gibt auch keine Ver­an­las­sung, sie haben eine große Fan­base und die wer­den „Zim­mer mit Blick“ lie­ben. Dafür ist die Musik auch gedacht und nicht für einen gran­ti­gen Kri­ti­ker. Von daher haben sie alles rich­tig gemacht.

Erschie­nen bei: Sony Music
www​.revol​ver​held​.de

Über den Autor

Hauke Heesch Hauke Heesch

Hauke Heesch ist der Mann beim För­de­flüs­te­rer mit der Nase für gute Musik. Jede sei­ner Emp­feh­lun­gen ist ein Kauf­be­fehl – wer dann noch Radio hört, ist selbst Schuld.

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