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Samstag, 02. Januar 2016

Tangled Thoughts Of Leaving

Yield To Despair

Tangled Thoughts Of Leaving – Yield To Despair
Tangled Thoughts Of Leaving – Yield To Despair

Wir sind keine Post‐​Rock‐​Band!“ diese Aus­sage stammt von Tan­g­led Thoughts Of Lea­ving. Eine Band aus Down Under, die 2008 ihre erste EP ver­öf­fent­licht hat und des­sen Album‐​Debüt „Dea­den The Fields“ 2011 her­aus­kam. „Yield To Des­pair“ ist nun das zweite Lang­for­mat, und man fragt sich auch dies­mal, wenn es kein Post­Rock ist, was ist es dann.

Erst ein­mal ist jeder der fünf Songs sehr lang, und auf Vinyl wer­den zwei schwarze Schei­ben benö­tigt, um das Album in einen wür­di­gen Rah­men zu pres­sen. Der Opener „The Alba­nian Slee­po­ver – Part One“ ist mit 9.59 Minu­ten der kür­zeste Song. Bei dem Genre, wel­ches man sehr schätzt, wer­den die Songs auch gerne in die Länge gewälzt, auch wenn sie nicht diese epi­schen Aus­maße annehmen.

Doch man muss sich nur den besag­ten Opener anhö­ren und begeg­net erst ein­mal mas­si­ven Gitar­ren­wän­den, die sich lang­sam tür­men und immer mäch­ti­ger wer­den. Dazu gesellt sich dann ein Piano, wel­ches zwar melan­cho­lisch anmu­tet, aber dem Song auch neue Per­spek­tive gibt und dadurch dich­ter wirkt.

Doch es gibt auf „Yield To Des­pair“ auch Momente, wo man wirk­lich fest­stel­len kann, dass es nicht Post­Rock ist. Bei­spiels­weise fin­det man im zwei­ten Teil des Openers auch Drone‐​Sounds wie­der, oder bei „Down­beat“ wird es sehr expe­ri­men­tell, die­ser Song suhlt sich im Noise.

Der Lärm wuchert und wächst bei die­sem Song immer unauf­halt­sa­mer wei­ter und wird dann vom Piano in die Schran­ken ver­wie­sen. Aber unter dem Strich muss man doch klar sagen, dass Tan­g­led Thoughts Of Lea­ving auf „Yield Of Des­pair“ ein­deu­tig Post­Rock ist. Punkt und Basta!

Erschie­nen bei: Bird´s Robe Records
www​.tan​g​ledt​houghts​of​lea​ving​.com

Über den Autor

Hauke Heesch Hauke Heesch

Hauke Heesch ist der Mann beim För­de­flüs­te­rer mit der Nase für gute Musik. Jede sei­ner Emp­feh­lun­gen ist ein Kauf­be­fehl – wer dann noch Radio hört, ist selbst Schuld.

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