// Literatur

Mittwoch, 22. Februar 2012

SpokenWord in der Hansastrasse

Wortgewalten Spezial

Pierre Jarawan (Bild: hfr)
Pierre Jarawan (Bild: hfr)

Es ist wie­der Zeit für ein „Wort­ge­wal­ten Spe­zial“. Am Frei­tag, dem 24. Februar lädt assem­ble­ART zu einer Spo­ken­word­show ohne Wett­be­werb und Zeit­li­mit ein. In der Han­sa­strasse 48 dabei sind hoch­ka­rä­tige Poe­ten aus dem gesam­ten deutsch­spra­chi­gen Gebiet.

Wer ist dabei

Le poo­nie

Das sind: Car­men Wegge (Mün­chen) und Bente Var­le­mann (Ham­burg). Zusam­men gibt es sie seit Okto­ber 2010. Gegrün­det in einer Kneipe in Pader­born, wo sie ein Mas­kott­chen beka­men, das berüch­tigte „Le Poo­nie“. Das eigent­lich ein Ein­horn ist. Zusam­men ver­bin­den sie das, was alleine nicht geht: tele­fo­nie­ren, MauMau spie­len und als Team auf­tre­ten. In ihren Tex­ten mischen sie Lyrik, Prosa, Melo­die und Rhythmus.

Immer gesell­schafts­kri­tisch, nie ein­fach. Oder frei nach dem Team– Motto: Geil, geil, geil! Bei den Deutsch­spra­chi­gen Meis­ter­schaf­ten 2010 in Bochum erreich­ten Le Poo­nie den 4. Platz. Als der­zeit eines der erfolg­reichs­ten Teams sind Le Poo­nie in ganz Deutsch­land auf Poerty Slam Büh­nen unterwegs…

Har­ter Stoff, aber exzel­lent.“ (Kie­ler Nach­rich­ten)
„Anstatt für Pro­secco ent­schie­den sie sich für eine Fla­sche Ouzo.“ (Uni‐​versal, Pader­born)
„Nach Le Poo­nie kann man nur noch auf eine Schwulen‐​Party gehen!“ (Fan in Kassel)

Frank Klöt­gen

Klöt­gen stu­dierte Kom­mu­ni­ka­ti­ons­wis­sen­schaf­ten, Anglis­tik und Mar­ke­ting und ist Sän­ger und Tex­ter der Band Marilyn’s Army. 1998 wurde er für die Hyper­fic­tion Aal­es­korte der Ölig von der ZEIT mit dem Pegasus‐​Preis aus­ge­zeich­net. 2004 erschien der Hyperfiction‐​Roman Spät­win­ter­hitze (CD‐​ROM); 2005 fei­erte Klöt­gens Online‐​Musical End­lose Liebe/​Endless Love[1] Pre­miere; 2007 erschien das Buch Will Kacheln. Klöt­gen ver­an­stal­tet seit 2005 die Esse­ner Slam‐​Show Grend Slam, ist Mit­glied der Ber­li­ner Lese­bühne Ber­li­ner Wald und des Slam‐​Teams Agrar Ber­lin (2. Platz beim Slam‐​National 2005). Seit 2007 schreibt er auf tages​spie​gel​.de den Stadtkind‐​Blog, seit 2008 ist er mit dem Pro­gramm Klöt­gen & Koslovsky unter­wegs, das 2009 den ers­ten Poe­try Slam auf sued​deut​sche​.de gewinnt. Im Früh­jahr 2010 erschien Klöt­gens ers­ter Roman Der Fall Schel­ling. Im Juni 2011 war er Wri­ter in Resi­dence der philologisch‐​kulturwissenschaftlichen Fakul­tät der Uni­ver­si­tät Inns­bruck [2]. Er lebt und arbei­tet in Berlin.

Pierre Jara­wan

Pierre Jara­wan wurde 1985 in Amman, Jor­da­nien, gebo­ren. Er wuchs in Kirch­heim Teck auf, fühlt sich aber über­all zuhause, wo es Bücher gibt. Seit sei­nen ers­ten Auf­trit­ten, im Sep­tem­ber 2009, gewann er mehr als 80 Poe­try Slams im gesam­ten deutsch­spra­chi­gen Raum und gehört seit­dem zu den erfolg­reichs­ten deut­schen Büh­nen­poe­ten. Mit sei­nen zwi­schen Ernst und Komik schwan­ken­den Tex­ten bereiste er Büh­nen über­all in Deutsch­land, Öster­reich, der Schweiz und Luxem­burg. Er stand für 3sat und ZDF­kul­tur vor der Kamera, belegte bei den deutsch­spra­chi­gen Meis­ter­schaf­ten 2010 den 4. Platz und wurde im Sep­tem­ber zum Baden‐​Württembergischen Lan­des­meis­ter im Poe­try Slam gekürt. Pierre Jara­wan stu­diert in Mün­chen Theater‐​, Film– und Fernsehkritik.

Wolf Hoge­kamp

Wolf Hoge­kamp orga­ni­sierte die ers­ten Poe­try Slams in Deutsch­land. Er pro­du­ziert Poe­try Clips, ist Slam‐​Veranstalter in Ber­lin und tritt als Slam‐​Poet auf. Sein neu­es­ter Text­band heißt Es reg­net Ponys (Lek­tora 2010). Wolf Hoge­kamp ist der Urva­ter der deut­schen Poetry‐​Slam‐​Szene, ver­an­stal­tet seit 1994 regel­mä­ßig Poe­try Slams in Ber­lin und tritt seit­her als Poet auf. Heute lebt er als Autor und Dozent in Berlin‐​Kreuzberg. Seit 2001 ist er bei über 500 Poetry‐​Slams auf­ge­tre­ten und hat Lesun­gen auf allen wich­ti­gen deutsch­spra­chi­gen Büh­nen abge­hal­ten. Außer­dem sind von ihm bereits zahl­rei­che Ver­öf­fent­li­chun­gen in Antho­lo­gien und Zeit­schrif­ten erschie­nen. Bereits seit mehr als zehn Jah­ren beschäf­tigt sich Hoge­kamp mit der inno­va­ti­ven Umset­zung von Büh­nen­li­te­ra­tur im Video‐​Clip‐​Format, den soge­nann­ten „Poe­try Clips“. Wolf Hoge­kamp ist Mit­glied der Lite­ra­ten­gruppe „Agrar‐​Berlin“ und der Begrün­der der Ber­li­ner Lese­bühne „Ber­li­ner Wald“. Zusam­men mit Sebas­tian 23 und Lars Rup­pel war Wolf Hoge­kamp im Som­mer 2010 auf Ein­la­dung des Goethe‐​Instituts auf Tour­nee in den USA.

Tobias Glufke

Tobias Glufke ist eine Mann­frau, unra­sier­ter Über­drei­ßig und ohne direkte Anbin­dung an mensch­li­che Wesen. Seine frü­here Ver­gan­gen­heit bestand aus einem BWL‐​Studium und einer Tätig­keit als wis­sen­schaft­li­cher Mit­ar­bei­ter am Insti­tut für Wirt­schafts­for­schung Halle, aber die liebt er alle schon lange nicht mehr. Um sich sein Stu­dium zu finan­zie­ren, orga­ni­sierte er Ver­an­stal­tun­gen, spon­tane Bana­nen­ver­käufe und Retro­tanz­kon­zerte in dafür vor­ge­se­he­nen Loka­li­tä­ten. Mitt­ler­weile hat er eini­ges hin­ter sich gelas­sen und ver­an­stal­tete u. a. Poe­try Slams in Sachsen‐​Anhalt.

Als Poe­try Slam­mer hat er die Bana­nen­re­pu­blik Deutsch­land von oben bis unten und links nach rechts bereist und hatte zeit­weise bis zu 2 Auf­tritte im Monat. Dabei gewann er ebenso die Münch­ner Kaba­rett­erbse, den chi­ne­si­schen After­kmerzt und die irdi­schen Bal­lett­meis­ter­schaf­ten der bekit­tel­ten Mön­che, wie auch die Her­zen des kom­plet­ten weib­li­chen Publi­kums. Er ist einer der be‐​reifsten Slam­mer Niederorschels.

Wei­tere Informationen

  • Loca­tion: Hansa48(Hansastr.48/Kiel)
  • Mode­ra­tion: Björn Högsdal
  • Mit: Frank Klöt­gen, Wolf Hoge­kamp, Tobias Glufke, Pierre Jara­wan & Le Poonie
  • Ein­lass: 19:00 /​Beginn: 20:00
  • Ein­tritt: 6,50 €

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