Samstag, 04. Februar 2012
Wild FlagDoch Wild Flag sind eine Gruppe mit Mitgliedern aus bekannten und geschmackssicheren Bands wie Sleater‐Kinney, Helium und Stephen Malkmus and The Jicks, und wenn man dieses Debüt der Damen hört, dann bemerkt man schnell, dass ihnen alles sehr leicht fiel.
Hier purzeln die Riffs nur so heraus, und auch der Elan ist immer spürbar, kein langes Herumdoktern, die Damen kommen gleich zu Potte. Klar, das geht auf Kosten von subtilem Werken, aber dafür ist es ein Album geworden, das aus dem Bauch kommt und auch dort treffen soll.
Mit einer Mischung aus Rrrriot Girl, Punkrock, 60s Girlgroup‐Sound, Rock, Psychedelia, Indie Rock, manchmal Blues und Warpaint‐Wave‐Momenten. Irgendwie vereint diese Musik Psycho Pogo, Twist und schafft es auch, Luftgitarren‐Momente hier locker zu machen und ist dennoch nie so plump, dass man hier an Bierbauch‐Rock denken müsste.
Vielleicht liegt es daran, dass hier keine Männer einfach Strickriff‐Momente erschaffen, sondern doch weibliche Aspekte genutzt werden, um den klugen Refrain zu finden. Schließlich greifen die Melodien schon nach dem zweiten Einsatz.
Eine Superband, die bescheiden ist und dieses Etikett nicht braucht, dabei den Rock nicht retten kann, aber dafür sorgt, dass er noch lange leben wird. Oder wie ein Freund sagt, wie The Bangles mit ordentlich Feuer unterm Hintern. Aber das hören Wild Flag sicher nicht gerne.
Erschienen bei: Wichita /PIAS /Rough Trade
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