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Freitag, 08. September 2017

Pissed Jeans

Why Love Now

Pissed Jeans – Why Love Now
Pissed Jeans – Why Love Now

Pis­sed Jeans machen schon seit 2003 Krach und klin­gen nie freund­lich son­dern wirk­lich ange­pisst. Das ver­wun­der­lich an die­ser Band ist, die Tat­sa­che dass ihre Vari­ante des Hard­cores ein brei­tes Publi­kum erreicht. Es sind nicht nur Fans des Gen­res, die diese Band ver­eh­ren. Nein, auch in ande­ren Fan­ge­fil­den gibt Anhän­gern und so wer­den ihre Alben auch in Indie‐​Blogs rezen­siert oder auch der Rol­ling Stone ver­liert begeis­terte Worte über die Band.

Why Love Now“ ist das fünfte Werk der Kra­wall­ma­cher und mil­der sind sie dies­mal auch nicht. Musi­ka­lisch ver­mi­schen sie hier wei­ter­hin wüten­den Punk, mit Noise und eben Hard­core. Der Gesang von Front­mann Matt Kor­vette ist noch immer so auf­ge­bracht wie und eh und je. Er kra­kelt und schreit mit Lei­den­schaft und kotzt sich rich­tig aus. Wie viel Wut in einem Men­schen ste­cken mag, fragt man sich wenn man die Musik nur ober flä­chig hört.

Doch die Band meint es alles gar nicht so ernst, es steckt viel Iro­nie und Humor in deren musi­ka­li­schen Bro­cken. Frü­her haben sie Fetisch‐​Webcams und ihre Hand­ha­bung in ihren Tex­ten ver­ar­bei­tet oder auch über Büro­be­darf wurde schon gesun­gen. Dies­mal wüten sie unter ande­rem humor­voll über ihre Männ­lich­keit oder son­der­bare Cremes sind Thema. Diese Absur­di­tät ist sicher­lich auch der Grund wes­halb die ame­ri­ka­ni­schen Band von sehr unter­schied­li­chen Fans geschätzt wird.

Aber auch die Band ist nicht eng­stir­nig, schließ­lich haben sie die New Wave Ikone Lydia Lunch ver­pflich­ten kön­nen die­ses Album mit zu pro­du­zie­ren. Doch dass hört man „Why Love Now“ kaum ein, höchs­tens bei den Industrial‐​Spoken‐​Word‐​Stück „I´m A Man“ kann man ihren Ein­fluss hören. Die­ser Song fällt hier auch gewal­tig aus den Rah­men und den­noch passt er in die­ses Album. Schließ­lich hat er genau soviel Druck wie die ande­ren musi­ka­li­schen Wüter­ri­chen. Kom­pro­miss­los ist sind alle der zwölf Songs und Pis­sed Jeans haben ihre Nische gefunden.

Erschie­nen bei: Sup Pop /​Cargo
pis​sed​jeans​.band​camp​.com

Über den Autor

Hauke Heesch Hauke Heesch

Hauke Heesch ist der Mann beim För­de­flüs­te­rer mit der Nase für gute Musik. Jede sei­ner Emp­feh­lun­gen ist ein Kauf­be­fehl – wer dann noch Radio hört, ist selbst Schuld.

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