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Donnerstag, 11. Oktober 2018

Vanished Souls

Vanished Souls

Vanished Souls - Vanished Souls
Vanished Souls - Vanished Souls

Vanis­hed Souls hat wie nahezu jede Band so ihre Idole und Refe­ren­zen, das ist auch nor­mal, und wenn man ehr­lich ist, gibt es viel­leicht nur eine Hand­voll Künst­ler oder Bands, die kom­plett dar­auf ver­zich­ten und eigene Visio­nen ver­fol­gen. Der Band aus Frank­reich kann man aber auch nicht unter­stel­len, dass sie keine von den besag­ten Visio­nen hat, was aber auch an der Musik liegt.

Keine ein­fa­chen Songs, die mit einem plum­pen Refrain daher kom­men, dafür wan­deln sich die Struk­tu­ren immer wie­der und sor­tie­ren sich immer neu. Das haben Vanis­hed Souls sicher­lich von ihren Vor­bil­dern wie bei­spiels­weise Radio­head oder auch Pink Floyd. Von letz­te­ren haben sie auch die Zunei­gung zum Bom­bast, wobei sie sel­ber gerne noch eine Schippe mehr drauf legen

So ist „3:42 (Exten­ded) dann aber mehr Prog im Stile der spä­te­ren Muse‐​Platten, nur ein wenig zu viel des Guten. Den Bogen über­span­nen sie bei „Am Your Shadow“, dass in scha­len Nu‐​Metal‐​Gesang ver­fällt, braucht eigent­lich nie­mand. Das sind dann aber auch die ein­zi­gen Kri­tik­punkte auf dem zwei­ten Lang­spie­ler die­ser Band. „Bet­ween Us And Ever­y­thing“ ist Archive mit Dream‐​Pop, und somit passt auch der Ver­gleich zu Sigur Rós.

Shame“ beein­druckt einen auch, geheim­nis­voll und den­noch ein­gän­gig, fast so wie bei guten Momen­ten der auf­ge­lös­ten Band Polar­kreis 18. Vanis­hed Souls sind durch­aus expe­ri­men­tell und bauen auch gerne mit elek­tro­ni­schem Zau­ber und klas­si­schen Instru­men­ten Sound­scapes auf, ver­lie­ren aber nie die Bodenhaftung.

Erschie­nen bei: Fro­zen Records /​Chancy Publishing
www​.vanis​hed​souls​.com

Über den Autor

Hauke Heesch Hauke Heesch

Hauke Heesch ist der Mann beim För­de­flüs­te­rer mit der Nase für gute Musik. Jede sei­ner Emp­feh­lun­gen ist ein Kauf­be­fehl – wer dann noch Radio hört, ist selbst Schuld.

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