// Musik

Montag, 15. Februar 2016

Noe

Unter Eis

Noe – Unter Eis
Noe – Unter Eis

Wie man sich musi­ka­lisch ändern kann, dass beweist die Ber­li­ner Band Noe auf ihrem zwei­ten Album „Unter Eis“. Ihr Debüt „Ping Pong“ war ein fast ver­gnüg­li­ches Werk mit jeder Menge Reg­gae und Ska, und nun vier Jahre spä­ter eben „Unter Eis“. Der Titel passt schon ein wenig, wenn man eben dass Erst­lings­werk nimmt und es mit dem Nach­fol­ger vergleicht.

Dabei ist die musi­ka­li­sche Grund­lage noch immer dem Ska zuge­wandt, aber das Tempo ist meist weg von den übli­chen Ska‐​Bausteinen. Statt hipppelige‐​Hüpf‐​Musik erklin­gen zu las­sen, bauen sie auf Span­nung und Dyna­mik. Man braucht nur „Berg­schiff“ hören und man begeg­net lebens­fro­hen Swing, der aber eben auch immer Wen­dun­gen hat und buch­siert es manch­mal auch in lei­sere Bahnen.

Der Kopf und Namens­ge­ber die­ser Band Ste­phan Noe hat eine sehr span­nede Stimme, die wun­der­bar geeig­net ist auch zu erzäh­len. Von daher zählt „Dau­men­kla­vier“ dann auch zu den packens­ten Song, dazu sind die Arran­ge­ments dann auch immer gut und form­schön arran­giert und bewe­gen sich mitt­ler­weile mehr in Jazz‐​Gefilden umher.

Ska ist aber nicht ganz ver­schwun­den, ist so eher Sto­ry­tel­ling mit einer Span­nung eines ver­ges­se­nen Tim Isford. Manch­mal klingt Ste­phan Noe dann auch wie ein gut gelaun­ter Blixa Bar­geld, (aller­dings mit ein wenig Phan­ta­sie). Passt die nord­deut­sche Melo­die „Schleu­sen­wär­ter“ dann doch in diese Rich­tung, hat es aber einen mari­ti­men Anstrich, und Blä­ser, die es mit dem Tuten eines gro­ßen Damp­fers auf­neh­men kann.

Einen rich­ti­gen Som­mer­hit ist „Som­mer in Ber­lin“, die­ser ist in der Tat so ein Hit und lief letz­tes Jahr beim belieb­ten Radio‐​Sender in der Haupt­stadt und sogrt für einen fröh­li­chea Lächeln im Gesicht und ist dann im wei­tes­ten Sinn für Ska.

Ein Respekt für Ste­phan Noe und seine Mit­strei­ter ihre Musik so rich­tig auf den Kopf zu stel­len und dabei die Songs immer wie­der mit eige­ner DNA zu bereichern.

Erschie­nen bei: Dingja Records /​Bro­ken Silence
www​.noeber​lin​.com

Über den Autor

Hauke Heesch Hauke Heesch

Hauke Heesch ist der Mann beim För­de­flüs­te­rer mit der Nase für gute Musik. Jede sei­ner Emp­feh­lun­gen ist ein Kauf­be­fehl – wer dann noch Radio hört, ist selbst Schuld.

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