// Musik

Dienstag, 05. Dezember 2017

Childhood

Universal High

Childhood – Universal High
Childhood – Universal High

In den letz­ten Mona­ten gab es doch einige Alben, die ihre Kraft aus dem Soft‐​Rock und Pop der sieb­zi­ger und acht­zi­ger Jahre gezo­gen haben. Thun­der­cat hat die­ses Jahr ein sol­ches Album her­aus­ge­bracht und dabei alte Stars des Gen­res wie Kenny Loggins ein­ge­la­den, und auch der Indie‐​Darling Mac­De­Marco hat eine Platte mit die­sem Sound veröffentlicht.

Beide Plat­ten sind sehr schön, und trotz­dem sehen sie beide alt aus gegen den zwei­ten Lang­spie­ler von Childhood. Vor drei Jah­ren stand die junge Band schon ein­mal kurz davor, einen Hype aus­zu­lö­sen. Ihr Debüt „Lacuna“ sorgt aller­dings bei Fans von psy­che­de­li­schem Sho­ega­zing für Furore, doch mit die­sem Genre haben sie dies­mal klar gebrochen.

Doch die­ser Bruch tut nicht weh, weil sie eben auch die­sem neuen Ter­rain mit viel Ver­ständ­nis und Herz­blut ent­ge­gen­tre­ten. Alleine der Opener „A.M.D“ ist so ein war­mer wei­cher Soul, der hier einen begrüßt. Auch „Cali­for­nian Light“ ist Soul und hat lieb­li­chen Funk mit­samt Fal­sett und fei­nen Arran­ge­ments, die die gol­de­nen Zei­ten von Disco‐​Balladen wie­der belebt. Man kann hier auch Hel­den wie Mar­vin Gaye oder Cur­tis May­field hören, und es berührt einen vom ers­ten Moment an.

Es ist immer voll­mun­dig arran­giert und meist auch sehr ver­schmust, was aber Soft‐​Rock‐​typisch ist. Manch­mal haben sie auch sogar rich­tig kleine smarte Power‐​Pop Melo­dien im Reper­toire, wie das schöne „Too Old For My Tears“, das die Brü­cke vom letz­ten Album zu „Uni­ver­sal High“ schlägt.

Doch die Songs mit hohem Gesang und but­ter­wei­chen Bass­läu­fen blei­ben hier in der Über­zahl, und man muss Childhood für ihren Mut zur Ver­än­de­rung hoch­le­ben las­sen und dafür, dass eines der bes­ten Soft‐​Rock Alben der letz­ten Jahre ent­stan­den ist. Chapeau!

Erschie­nen bei: House Anxiety
www​.childhood​band​.com

Über den Autor

Hauke Heesch Hauke Heesch

Hauke Heesch ist der Mann beim För­de­flüs­te­rer mit der Nase für gute Musik. Jede sei­ner Emp­feh­lun­gen ist ein Kauf­be­fehl – wer dann noch Radio hört, ist selbst Schuld.

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