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Sonntag, 24. Juni 2018

Un Âne Gonflable

Un Âne Gonflable

Un Âne Gonflable - Un Âne Gonflable
Un Âne Gonflable - Un Âne Gonflable

Un Âne Gon­flable bedeu­tet soviel wie „ein auf­blas­ba­rer Esel“, und da fragt man sich, wie man auf die­sen Namen kommt. Viel­leicht ist der Grund, dass die Band sich in Ber­lin nie­der­ge­las­sen hat und hofft, dass sich kaum einer um die Bedeu­tung schert. Obwohl sie die erste Band sind, die sich Un Âne Gon­flable nennt.

Doch bei der Musik des Quar­tetts ist es sowieso egal, wie man sich nennt, viel zu aus­ge­las­sen ist die Musik, um lange zu sin­nie­ren. Das ist auch nicht das Ziel der Band, die aus Fran­zo­sen und Deut­schen besteht. Es soll gute Laune machen,leicht bis mit­tel­schwer groo­ven und dabei immer herr­lich non­cha­lant klin­gen. Diese Kri­te­rien erfüllt die­ses Debüt von dem auf­blas­ba­ren Esel. J

eder Song perlt wie ein guter Pro­secco mit Erd­bee­ren im Som­mer. Und die Erd­beere ist auch ein pas­sen­des Thema, denn der Opener trägt den Namen „Stra­w­berry Sun­day“, eine rich­tig schnieke Indie‐​Tanznummer mit wip­pen­den Gitar­ren, dezen­tem Bass und Saxo­phon, die eine Melo­die hat, zart wie ein Phoenix-Song.“12 Hours“ könnte auch von den eben genann­ten Fran­zo­sen sein, bevor sie aber das Dolca Vita genos­sen haben, nur ist die­ser Song mit einer recht her­ben Gitarre bestückt, aber auch bewegungsfreudig.

Doch Un Âne Gon­flable sind nicht nur da, um Musik im Span­nungs­feld von Pho­enix, The Whi­test Boy Alive und mei­net­we­gen The Strokes zu machen. Nein, die Band hat auch ein wenig den Schalk im Nacken und ist viel­sei­tig. Viele Texte sind fran­zö­sisch oder eng­lisch, aber bei „Cora­lie“ singt Luc Andre in einem Kau­der­welsch aus Fran­zö­sisch und Deutsch.

Von daher erklärt sich auch der Band­name, denn schein­bar ist Un Âne Gon­flable auf den Humor der Band zurück zufüh­ren. Aber egal, erst ein­mal schwin­gen wir locker das Tanzbein.

Erschie­nen bei: Self Released
www​.un​-ane​-gon​flable​.com

Über den Autor

Hauke Heesch Hauke Heesch

Hauke Heesch ist der Mann beim För­de­flüs­te­rer mit der Nase für gute Musik. Jede sei­ner Emp­feh­lun­gen ist ein Kauf­be­fehl – wer dann noch Radio hört, ist selbst Schuld.

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