// Musik

Montag, 19. Dezember 2016

Daniela Savoldi

Trasformazioni

Daniela Savoldi – Trasformazioni
Daniela Savoldi – Trasformazioni

Kaum einer kennt Daniela Savoldi, und wenn man dann noch den Infor­ma­ti­ons­fluss erwei­tert und mit­teilt, dass es sich um eine Cel­lis­tin han­delt, sorgt das wei­ter­hin für rat­lose Gesich­ter. Der Gesichts­aus­druck ver­än­dert sich in Ver­wun­de­rung, wenn man mit­teilt, dass die bra­si­lia­ni­sche Musi­ke­rin mit vie­len Musi­kern gear­bei­tet hat, und am bekann­tes­ten ist die gemein­schaft­li­che Sache mit Muse.

Doch Muse‐​Fans wer­den mit ihrer eige­nen Musik nicht viel anfan­gen kön­nen. Auch wenn man zuge­ben muss, dass sich die Musik von Muse über die Jahre auch ver­än­dert hat und viel­leicht noch wird. Doch auf den glei­chen Pfa­den wie Daniela Savoldi wer­den sie nicht wandeln.

Schließ­lich ist das, was man auf ihrem neu­es­ten Album „Tras­for­ma­zioni“ hört, eine Mischung aus Klas­sik, Jazz und auch Avant­garde. Aber es mischen sich auch, leicht ver­steckt, ori­en­ta­li­sche Klänge ein. Doch diese sind nicht so offen­sicht­lich, wie man sich es sich vor­stellt, und so ist man hier noch mei­len­weit vom „1001‐​Nacht‐​Gefühl“ entfernt.

Es sind melan­cho­li­sche und emo­tio­nale Klänge, die Daniela Savoldi hier mit ihrem Cello erzeugt. Den­noch schafft sie es, facet­ten­reich zu sein. Der Opener ist sehn­suchts­voll und durch­aus ori­en­ta­lisch, der Schluss­song ist sehr schroff. Doch die unter­schied­li­chen Klänge und Gefühle sind im Fluss und pas­sen zusam­men und wer­den auch inner­halb eines Songs gewan­delt. Daniela Savoldi schafft, was nur wenige schaf­fen, näm­lich mit ihrem Instru­ment Bil­der und Gefühle zu erzeugen.

Erschie­nen bei: Self Released
www​.face​book​.com/​v​i​o​l​o​n​cela/

Über den Autor

Hauke Heesch Hauke Heesch

Hauke Heesch ist der Mann beim För­de­flüs­te­rer mit der Nase für gute Musik. Jede sei­ner Emp­feh­lun­gen ist ein Kauf­be­fehl – wer dann noch Radio hört, ist selbst Schuld.

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