Dienstag, 24. April 2012
Kerkko Koskinen OrchestraTimo Lassy, Jukka Eskola, Teppo „Teddy Rok“ Mäkynen, Jo Stance, Antti Lötjönen oder Ari Jokelainen sind sicher Gründe, warum „Trains & Letters“ eben eine Sensation ist. Die Namen, die eben fielen, sind die Speerspitze des finnischen Jazz und teilweise schon seit 50 Jahren am Musizieren.
Die hat der Jungspund nun um sich geschart. So wird hier musikalisch denn auf einem sehr hohem Niveau zu Werke gegangen. Kerkko Koskinen und seine Legenden haben hier ein Jazz‐Album aufgenommen, das die Größe hat, sich mit Klassikern von Charles Mingus zu messen.
Jeder Ton sitzt maßgeschneidert und lässt dennoch immer ein wenig Platz zur Improvisation. So gibt es Spoken‐Word‐Momente, bei denen die Instrumente sich leise hinter den Worten im gesammelten Chaos verlaufen, wie bei „The Letter“. Aber es gibt auch die stimmigen Songs, die eine Eingängigkeit besitzen und wo das Orchester richtig Swing hat und mit den Muskeln spielt, wie beim Opener „Modern Single Man“. „Anastasia By The Pool“ ist ein Jazz‐Stück, bei dem die Musiker ordentlich arbeiten.
Thematisch geht es bei „Trains & Letters“ um Kommunikation, das Weggehen, Ankommen und das Rastlose. Das kann man diesen Songs auch immer anhören. Wirklich ein schönes Jazz‐Werk!
Erschienen bei: Ricky Tick Records /Groove Attack
www.ricky-tick.com/release/kerkko-koskinen-orchestra-trains-letters/
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