// Musik

Sonntag, 03. September 2017

Various Artists

Total Reggae – Greensleeves

Various Artists – Total Reggae – Greensleeves
Various Artists – Total Reggae – Greensleeves

Es gibt ja Labels, die ver­bin­det man mit einem bestimm­ten Sound. Blue Note ist bekannt für exqui­si­ten Jazz‐​Sound, Sun Records war sei­ner­zeit Geburts­hel­fer bei Rock´n‚Roll und Coun­try. Mit Motown hat man sofort Soul‐​Ohrwürmer im Ohr, und das SalSoul‐​Label hat tolle Disco‐​Platten her­aus­ge­bracht. Das Warp‐​Label schätzt man für cle­vere elek­tro­ni­sche Musik. Für den Reg­gae ist neben dem Tro­jan Label das Greens­lee­ves bekannt.

Stil­prä­gend ist das Label schon immer gewe­sen und hatte schon immer ein gewis­ses Augen­merk dar­auf, dass ihre Plat­ten auch bei den ein­schlä­gi­gen DJs geschätzt wur­den. Es ist also immer ein bestimm­ter Vibe und Groove den Plat­ten inne. Werk­schauen über „Greens­leeve gab es schon zuhauf, und die Geschichte wurde auch schon mehr­fach genau­es­tens erzählt.

Nun wid­met sich die Serie „Total Reg­gae“ die­sem Label. Man muss geste­hen, dass man schon bes­sere Com­pi­la­ti­ons gehört hat, bei denen es eben auch aus­schließ­lich um diese Plat­ten­firma geht. Dabei ist hier nicht die Musik der Makel, denn diese ist erha­ben und qua­li­ta­tiv hoch­wer­tig. Auch der Zeit­raum, der hier beleuch­tet wird, ist groß­zü­gig, denn es sind Stü­cke von 1977 bis zu die­sem Jahr dabei. Ins­ge­samt 40 Stück, und wenn man das dann auf die Jahre run­ter­bricht, ist es gerade mal ein Song pro Jahr.

Gerade bei so einem emsi­gen Label ist das unterm Strich ein biss­chen mager. Ein wei­te­res Manko ist natür­lich, dass zu den Stü­cken wenig Info vor­han­den ist, was schade ist, denn es lässt sich nicht nach­voll­zie­hen, von wel­chem Jahr der Track han­delt, oder ob es einen Lang­spie­ler dazu gibt. Dafür ist der Essay von John Masouri doch sehr umfang­reich und infor­ma­tiv und macht dad­ruch das eben genannte Manko zum größ­ten Teil wie­der wett. M

usi­ka­lisch ist es sehr facet­ten­reich, von ent­spannt groo­vend bis hin zum Dance­hall und Raga. Namen, die man erwäh­nen sollte, sind Dr. Ali­man­tado, Augus­tus Pabllo, Ele­phant Man, Albo­ro­siem Den­nis Brown, Tony Gold, Red Hat, Ant­ony B & Hor­ace Andy, Sizzla, Bar­ring­ton Levy, Bounty Kil­ler, Yel­low­man, Eek‐​a‐​Mouse, John Holt, Ran­king Dread. Selbst der Mil­lio­nen­sel­ler „Oh Caro­lina“ von Shaggy ist dabei.

Also ein brei­ter Ein­blick wird gewährt, und so ist „Total Reg­gae – Greens­lee­ves“ vor allem dem Ein­stei­ger zu empfehlen.

Erschie­nen bei: Greens­leeve /​Groove Attack
www​.vpreg​gae​.com

Über den Autor

Hauke Heesch Hauke Heesch

Hauke Heesch ist der Mann beim För­de­flüs­te­rer mit der Nase für gute Musik. Jede sei­ner Emp­feh­lun­gen ist ein Kauf­be­fehl – wer dann noch Radio hört, ist selbst Schuld.

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