// Musik

Samstag, 10. März 2018

The Shitlers

This Is Bochum Not L.A

The Shitlers – This Is Bochum Not L.A
The Shitlers – This Is Bochum Not L.A

Wir sind hier nicht in L.A, Mar­tin, und wer­den es auch nie­mals sein. Ist auch nicht so schlimm, was sol­len The Shit­lers auch in die­ser Glanz– und Glitzer‐​Welt, wo mehr Schein als Sein vor­herrscht? Genau! Was sol­len sie da? Dann doch lie­ber nackt durch den Pott lau­fen und dabei vom Sän­ger der Kas­sie­rer bewun­dert wer­den. Sie pas­sen doch lie­ber in eine Eckkneipe.

Doch der Opener des neu­es­ten Streichs des Trios lockt einen erst ein­mal in eine andere Rich­tung. „Wir sind die Shit­lers“ beginnt mit einem anrüh­ren­den Klavier‐​Part, doch es dau­ert nicht lange, und Sän­ger Mar­tin singt oder grölt über sei­nen Alkohol‐​Konsum. Zum Ende des Lie­des gibt es noch Quatsch mit alber­nem Vocoder‐​Gesang.

Beim nach­fol­gen­den „Nur Wegen Shit­lers“ gibt es dann strai­gh­ten Punk, und ganz neben­bei lob­hu­deln sie sich selbst. Bei „+1“ geht es um Men­schen, die gie­rig sich auf Gästelisten‐​Plätze set­zen las­sen und sich dabei nicht für die Musik inter­es­sie­ren. Bei die­sem Song wer­den Die Shit­lers von Kotz­reiz und zwei Mit­glie­dern von den Crackhu­ren begleiten.

Da die Shit­lers selbst Fans von dem Fat Wreck und Epitaph‐​Label sind, ehren sie es mit einem Lied. Das alte Feind­bild „Dr. Hel­mut Kohl“ wird in einem Lied mit dem Rap­per Fler gewür­digt. „Bier­bong“ ist sicher­lich das mar­kan­teste Stück auf „This Is Bochum Not L.A.“, denn mit über 28 Minu­ten Länge ist es natür­lich so gar nicht Punkrock‐​tauglich. Doch die­ses ist auch eher ein Hör­spiel mit aller­hand Spö­kes, Geschich­ten und Erzählungen.

Wobei man nach ein paar Minu­ten das Inter­esse ver­liert, um mit den letz­ten bei­den Lie­dern „Uwe“ und „Poli­ti­sche Musik“ dann doch lie­ber ordent­lich auf die Zwölf zu bekommen.

Erschie­nen bei: Welt­gast /​Indigo
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Über den Autor

Hauke Heesch Hauke Heesch

Hauke Heesch ist der Mann beim För­de­flüs­te­rer mit der Nase für gute Musik. Jede sei­ner Emp­feh­lun­gen ist ein Kauf­be­fehl – wer dann noch Radio hört, ist selbst Schuld.

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