// Musik

Montag, 04. September 2017

Jon & Roy

The Road Ahead Is Golden

Jon & Roy – The Road Ahead Is Golden
Jon & Roy – The Road Ahead Is Golden

Jon & Roy sind kein Duo! Wie viele sind es nun, die sich um die bei­den Song­schrei­ber Jon Midd­le­ton und Roy Vizer geschart haben? Auf der Innen­seite des vier­ten Albums „The Road Ahead Is Gol­den“ sieht man noch einen wei­te­ren Musi­ker, mit­ge­wirkt haben aber ins­ge­samt sie­ben. Aller­dings zur Band­grün­dung vor 14 Jah­ren waren Jon & Roy aller­dings zu zweit.

Man kann also anhand des Grün­dungs­jahrs erken­nen, dass sie schon Folk gemacht haben, bevor der Boom die­ses Gen­res vor ein paar Jah­ren ein­ge­setzt hat. Hört man nun die elf neuen Lie­der, kann man auch kaum einen Makel erken­nen. Es scheint so, als hät­ten die bei­den und ihre Mit­strei­ter es von der Pike auf gelernt.

Schön dabei ist, dass ihre Songs nie in Hek­tik ver­fal­len, aber auch nicht in Lang­at­mig­keit und kli­schee­haf­tes „Zupfen‐​auf‐​der‐​Akustik‐​Gitarre“ ver­fal­len. Die Songs sind immer saf­tig und gut arran­giert wur­den, aber es gibt halt kaum Momente, die so intime Songs haben wie damals Bon Ivers Lied­samm­lung, die er in einer Berg­hütte auf­ge­nom­men hat. Den­noch kann man sich vor­stel­len, wie Jon & Roy diese Lie­der auch in einer gewis­sen Ein­sam­keit geschrie­ben haben.

Viel­leicht ist die­ser Gedanke auch der Tat­sa­che geschul­det, dass die Band aus Kanada stammt. Mit die­sem Land ver­bin­det man bekann­ter­ma­ßen viel Land­schaft. Doch so ganz ein­sam sind die Songs nicht, denn irgend­wie haben sie immer eine feine Melo­die ein­ge­spon­nen, die sanft und wohl­tu­end klingt.

Dabei haben die Songs gerne auch unter­schied­li­che Facet­ten. „Break­down“ hat eine schöne Dra­ma­tik, „When You´re Gone“ eine zarte Melan­cho­lie. „Not­hing but Ever­y­thing“ ist dann schö­ner Folk‐​Blues, wäh­rend der Opener „Run­ner“ Americana‐​Folk in sich trägt.

Erschie­nen bei: Fil­ter Music Group /​Sony Music
jonan​droy​.ca

Über den Autor

Hauke Heesch Hauke Heesch

Hauke Heesch ist der Mann beim För­de­flüs­te­rer mit der Nase für gute Musik. Jede sei­ner Emp­feh­lun­gen ist ein Kauf­be­fehl – wer dann noch Radio hört, ist selbst Schuld.

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