// Musik

Donnerstag, 10. August 2017

Nelly Furtado

The Ride

Nelly Furtado – The Ride
Nelly Furtado – The Ride

Ein wenig hat sich Nelly Furtado ja rar gemacht. Ihr letz­tes Album „The Spi­rit Indestruc­tible“ erschien vor fünf Jah­ren. Das ist in Pop‐​Buisness‐​Betrachtung eigent­lich kom­mer­zi­el­ler Selbst­mord. Im Falle von Nelly Furtado eigent­lich auch schlimm, schließ­lich war sie ja in aller Ohren. Man denke nur an 2006, als sie gemein­sam mit Pro­du­zent Tim­ba­land den Hit „Manea­ter“ landete.

Es lief alles gut, und den­noch war sie nun fünf Jahre ver­schwun­den, und das letzte Album hatte ja auch eine leichte Kurs­än­de­rung vor­ge­nom­men. Die­sen führt die Sän­ge­rin auf ihrem neus­ten Lang­spie­ler „The Ride“ fort. Die mäch­ti­gen Beats und das HipHop-R‘n‘B Kon­strukt wur­den voll­stän­dig über Bord gewor­fen. Dafür kommt wie­der mehr Pop zum Vorschein.

Bei den ers­ten Durch­läu­fen hat man auch dass Gefühl, dass die Songs auf­ge­räum­ter sind, und somit ist der Blick auf die Melo­dien wesent­lich freier. Komi­scher­weise dau­ert es aber trotz­dem eine Weile, bis sich Songs wie „Flat­line“ zu Hits mau­sern. Man hat auch manch­mal das Gefühl, dass Nelly Furtado nicht mehr unbe­dingt den Über­hit lan­den will. „Car­ni­val Games“ beweist es, ein Pop‐​Song, der aber ziem­lich gelas­sen seine Run­den zieht, die Melo­die eher ver­schwom­men und ziem­lich dezent.

Live“ hin­ge­gen ist wie­der so ein­gän­gig, dass er eigent­lich dann doch ein Hit wer­den muss. Bei „Right Road“ ist dann eine gewisse Ver­träum­theit, wie man sie viel­leicht von Lana Del Rey kennt, und den­noch hätte sie die­sen so sicher­lich nicht geschrie­ben, zumal das Lied zum Ende hin noch­mal eine gute Dyna­mik entwickelt.

The Ride“ ist sicher­lich kein Album, wel­ches in der Dis­ko­gra­phie son­der­lich her­aus­sticht, und das Come­back hat nicht die Zünd­kraft hat, wie man es erhofft hat.

Erschie­nen bei: Nel­star Enter­tain­ment Inc
www​.nel​ly​furtado​.com

Über den Autor

Hauke Heesch Hauke Heesch

Hauke Heesch ist der Mann beim För­de­flüs­te­rer mit der Nase für gute Musik. Jede sei­ner Emp­feh­lun­gen ist ein Kauf­be­fehl – wer dann noch Radio hört, ist selbst Schuld.

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