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Montag, 10. September 2018

Tim Hart

The Narrow Corner

Tim Hart – The Narrow Corner
Tim Hart – The Narrow Corner

Tim Hart ist eini­gen viel­leicht bekannt als Schlag­zeu­ger der Folk‐​Truppe Boy & Bear. „The Nar­row Cor­ner“ ist seine zweite Solo‐​Platte. Man würde in die­sem Fall ver­mu­ten, dass er bei sei­nen Allein­gän­gen die Sau raus­las­sen müsste, schließ­lich klingt der Job als Drum­mer so einer Band so span­nend wie Ret­tungs­schwim­mer bei der Schwimmweltmeisterschaft.

Aber es ist so, dass Tim Hart die sanf­ten Töne liebt, und das kann man auf die­sem neuen Album hören. Es ist sehr tra­di­tio­nel­ler Folk, bei dem das Schlag­zeug nicht im Vor­der­grund steht. Es taucht auf und hält sich meist eher bedeckt. Am meis­ten hat die Gitarre zu sagen, die wird meist lieb­li­cher gespielt, wie beim Schluss­stück „Cool Water“. Manch­mal wird es opu­len­ter, wie bei „The Cut­ting Line“, wo trau­rige Strei­cher in schwers­tem Moll wimmern.

Dafür gibt es auch federnde, beschwingte Songs wie „Stone´s Throw“, die auch Erland Öye gefal­len wür­den. Nur ein­mal zeigt Tim Hart dann doch Mus­kel­kraft, wie man es von einem Tromm­ler gewohnt ist: Bei „Love Don´t Come For You“ schafft er es, zwi­schen den ruhi­gen Parts in leich­ten Lärm auszubrechen.

Man muss beim Hören von „The Nar­row Cor­ner“ im ers­ten Moment zuge­ben, dass die Songs durch­rut­schen und erst beim mehr­ma­li­gen Durch­lauf ihre Fein­hei­ten preisgeben.

Erschie­nen bei: Nettwerk
www​.tim​hart​.com

Über den Autor

Hauke Heesch Hauke Heesch

Hauke Heesch ist der Mann beim För­de­flüs­te­rer mit der Nase für gute Musik. Jede sei­ner Emp­feh­lun­gen ist ein Kauf­be­fehl – wer dann noch Radio hört, ist selbst Schuld.

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