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Donnerstag, 26. April 2012

The Megaphonic Thrift

The Megaphonic Thrift

The Megaphonic Thrift – The Megaphonic Thrift
The Megaphonic Thrift – The Megaphonic Thrift

The Mega­pho­nic Thrift kann man sicher­lich als eine kleine Samm­lung an Super­la­ti­ven betrach­ten, zumin­dest wegen der Tat­sa­che, dass die Band­mit­glie­der sonst in Bands wie Stereo21, Low Fre­quency In Ste­reo, Casio­kids und Young Dreams spie­len. Die meis­ten Bands kennt man sicher­lich nicht, was sicher daran liegt, dass wir hier in Kiel doch nicht ganz als Skan­di­na­vier durchgehen.

Decay, Decoy“ war der Name ihres Debüts, und die­ses sorgte ober­halb von Schleswig‐​Holstein schon für Begeis­te­rung. Nun soll der Bekannt­heits­grad mit dem zwei­ten Werk, wel­ches schlicht „ The Mega­pho­nic Thrift“ beti­telt wurde, auch hier gestei­gert wer­den. Bei Freun­den von Indie­Rock wird diese Platte denn auch den rich­ti­gen Nerv treffen.

Schon zu Anfang, bei „Tune Your Mind“, lär­men die Gitar­ren, es wird eine ver­ne­belte Wall Of Sound auf­ge­baut, und der Gesang besteht aus einem Duo. Wobei hier ein schö­ner Gegen­part auf­ge­baut wird, Gitar­rist und Sän­ger Richard Mykle­bust sorgt für die mar­kan­ten Parts, wäh­rend Bas­sis­tin und Sän­ge­rin Linn Frøke­dal für den DreamPop‐​Moment bei die­sem Song zustän­dig ist.

Bei „Rai­sing Flags“ sor­gen die Nor­we­ger für mehr Noise, und auch am Tempo wird nicht gespart, den­noch hat die­ser Song eine schöne Har­mo­nie, die einen schnell beglückt. Man bemerkt schnell, dass hier eigent­lich jeder Song mit tol­len Har­mo­nien aus­ge­stat­tet ist, und auch mit Atmo­sphäre, Tempo und Rich­tungs­wech­sel arbei­ten The Mega­pho­nic Thrift unheim­lich gekonnt.

Da gehen die Sounds mal ver­träumt in Rich­tung My Bloody Valen­tine, dann nölt der Gesang mal so schön kau­zig wie bei J.Mascis, und auch eine gebremste Ver­sion von Sonic Youth kann man in vie­len Momen­ten hören. Sie schaf­fen dabei eine tolle Mix­tur aus Krau­t­rock, Noise, Wall Of Sound, Dream Pop, Psy­che­de­lia und Sho­ega­zing, also eine ver­dammt beein­dru­ckende Mischung.

Es ist klar zu erken­nen, dass hier Musi­ker am Werk sind, die schon län­ger in die­sen Gen­res unter­wegs sind, zumal hier auch das Hand­werk des Arran­gie­rens und des Song­wri­t­ings bril­lant beherrscht wird. Hier wird eine Tra­di­tion betrie­ben, die noch immer ver­dammt frisch und groß­ar­tig klingt. Wird ver­mut­lich bald als ver­ges­se­nes Meis­ter­werk eingehen.

Erschie­nen bei: Club Ac 30 /​Bro­ken Silence

www​.mys​pace​.com/​m​e​g​a​p​h​o​n​i​c​t​hrift

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Über den Autor

Hauke Heesch Hauke Heesch

Hauke Heesch ist der Mann beim För­de­flüs­te­rer mit der Nase für gute Musik. Jede sei­ner Emp­feh­lun­gen ist ein Kauf­be­fehl – wer dann noch Radio hört, ist selbst Schuld.

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