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Donnerstag, 16. Februar 2012

The Disco Boys

The Disco Boys Vol. 12

The Disco Boys – The Disco Boys Vol. 12
The Disco Boys – The Disco Boys Vol. 12

Seit län­ge­rer Zeit trei­ben die bei­den Disco Boys nun ihr Unwe­sen, und eigent­lich muss man nicht viel mehr erzäh­len über Gor­don Hol­lenga und Raphael Krickow. 1995 haben sie sich zusam­men getan, um neue Club‐​Tunes mit Klas­si­kern der Disco Welle zu ver­bin­den. Dass das Ganze so erfolg­reich wer­den würde, haben sie wohl selbst nicht gedacht.

Vom Erfolg beflü­gelt, hat­ten sie 2001 ihre erste eigene Com­pi­la­tion auf den Markt gebracht und auch nicht geahnt, dass hier eine der lukra­tivs­ten Serien ins Leben geru­fen zu haben.

Jetzt sind mehr als zehn Jahre ver­gan­gen, und alle Far­ben haben sie für die Cover­ge­stal­tung auf­ge­braucht. Auch wird es sicher­lich nicht ein­fa­cher, alte Songs zu fin­den, die man mit den neuen ver­bin­den kann, zumal sie die letz­ten Jahre eigent­lich schon abge­grast haben.

Eigent­lich müsste den bei­den Her­ren mit der Son­nen­brille und den Anzü­gen die Muni­tion aus­ge­hen, doch das Gegen­teil tritt ein. Dies­mal ist das Cover mehr­far­big gestal­tet, und zu den bekann­ten zwei CDs hat sich nun bei der zwölf­ten Aus­gabe eine dritte hin­zu­ge­schmug­gelt. Die muss natür­lich auch befüllt wer­den, dazu gehört dann auch eine gesunde Por­tion Selbst­ver­trauen. Denn ein guter Ruf als Plat­ten­par­ty­an­hei­zer steht auf dem Spiel.

Sagen wir es vor­weg, sie haben die Auf­gabe gemeis­tert, und nur wenige Momente sind mit Durst­stre­cken bestückt. Das ist bei der ers­ten sil­berne Scheibe der Fall, da sind einige Tracks dabei, die man hin­läng­lich in ande­ren House‐​Sets in den letz­ten Mona­ten gehört hat. Auch dass ein Rosenstolz‐​Remix sich hier ein­schleicht, ist nicht zwin­gend für jeden ein Jubelfest.

Aber das ist eigent­lich nicht wei­ter tra­gisch, schließ­lich gibt es viele tolle Momente. Wie bei­spiels­weise den, dass man den alten ABC‐​Hit „How To Be A Mil­lio­naire“ vor Jam Express aus dem letz­ten Jah­ren plat­ziert, um dann noch den acht­zi­ger­jahre Elek­tro­Funk von Debbie Deb zu legen. Auch alter Chicago‐​Sound von Far­ley Jack­mas­ter Funk liegt recht dicht bei so einer guten Elektronik‐​Band wie GusGus.

Und auch dass man es schafft, so unter­schied­li­che Deka­den wie sieb­zi­ger­jahre Dis­co­sound von Can­dy­med, EBM von A Split Second mit neuen Hit­wun­der wie Bag Rai­ders zusam­men zu legen.

Man kann kaum Schlech­tes sagen, viel­leicht dass kei­ner auf ein Remake von ATCs „Around The World“ gewar­tet hat, das hät­ten die Disco Boys nicht zwin­gend covern zu brau­chen. Da sind wir aber kulant und sehen bei 60 Tracks die meis­ten auf der Haben‐​Seite.

Erschie­nen bei: We Play

www​.dis​co​boys​.de

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Über den Autor

Hauke Heesch Hauke Heesch

Hauke Heesch ist der Mann beim För­de­flüs­te­rer mit der Nase für gute Musik. Jede sei­ner Emp­feh­lun­gen ist ein Kauf­be­fehl – wer dann noch Radio hört, ist selbst Schuld.

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